Der Haupteigner SEB plant, die Kochgeschirrfertigung der WMF ins Ausland zu verlagern. Mehrere Hundert Mitarbeiter kämpfen vor dem WMF-Werk in Geislingen für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. Ein Video zeigt den Protestmarsch.

Geislingen an der Steige - Seit acht Wochen treten die Arbeitnehmer der Württembergischen Metallwarenfabrik (WMF) jeden Montag vor dem Werk in Geislingen an der Steige (Kreis Göppingen) vereint auf die Straße – aus Protest. Gekleidet in gelbe Warnwesten marschieren die Beschäftigten in ihrer Mittagspause einmal um das Werksgelände, auf dem Rücken der fluoreszierenden Westen prangt in schwarzen Lettern ihr Motto „Mondays for Jobs“. An diesem Montag waren es laut WMF-Betriebsrat Jürgen Peters 457 Mitarbeiter, ein neuer Teilnehmerhöchststand der Protestbewegung in Geislingen.

Haupteigner SEB will Stellen streichen

Der Hintergrund der Montagsmärsche ist der geplante Stellenabbau am Standort Geislingen durch den Haupteigner SEB. Die französische Investmentgruppe ist einer der weltweit führenden Hersteller von Elektrokleingeräten und Haushaltswaren. SEB plant die Kochgeschirrproduktion von Geislingen ins europäische Ausland zu verlegen, dafür wolle der Investor jedoch in das Kaffeeautomaten-Segment investieren, heißt es.

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Der Betriebsrat des WMF-Werkes in Geislingen gibt sich, trotz drohendem Wegfall von Arbeitsplätzen, weiter kämpferisch und mobilisierte zuletzt mehr und mehr Beschäftigte. Eine anstehende Betriebsversammlung in dieser Woche soll Klarheit bringen.

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