Bus und Bahn fahren wird wieder teurer. Foto: StN

Der Verkehrsverbund Stuttgart (VVS) erhöht zum 1. Januar erneut seine Preise – um durchschnittlich 2,8 Prozent.

Stuttgart - Der Verkehrsverbund Stuttgart (VVS) erhöht zum 1. Januar erneut seine Preise – um durchschnittlich 2,8 Prozent. Während die meistverkauften Tickets gleich viel kosten wie 2013 – das Einzelticket für Erwachsene für eine Zone 2,20 Euro und das Kurzstreckenticket 1,20 Euro –, gibt es bei anderen Ticketarten saftige Preissprünge (siehe Tabelle).

Seniorenticket: Das Senioren-Jahresticket im Abo mit monatlicher Abbuchung kostet künftig 41 anstatt bisher 38,58 Euro, bei Bezahlung auf einen Schlag steigt der Preis von 463 auf 492 Euro. Dafür gilt das Seniorenticket künftig nicht mehr in drei Zonen, sondern im ganzen Netz. Die 9-Uhr-Begrenzung war 2011 weggefallen. Das Monatsticket gilt weiterhin für drei Zonen. Die Altersgrenze wird von 63 auf 65 Jahre angehoben. Kunden mit dem übertragbaren Jahresticket Plus können am Wochenende künftig schon freitags ab 19 Uhr ohne Aufpreis netzweit auf die Reise gehen.

Firmenticket: Das Ticket dürfen aktuell Firmen mit mindestens 50 Bestellungen ordern. Vom 1. April 2014 an können es auch mehrere kleinere Unternehmen zusammen mit der IHK oder der Handwerkskammer bestellen, um auf die Mindestmenge zu kommen. Außerdem gibt der VVS auf jedes Firmenticket, das die Firma mit mindestens zehn Euro bezuschusst, zehn Prozent Rabatt. Die Mitarbeiter von Firmen ohne Zuschuss, die bisher sieben Prozent Rabatt bekamen, kommen künftig nur noch auf fünf Prozent.

Neue Linien: Nach der Eröffnung der S 60 und der S 4 Marbach–Backnang 2012 gibt es im S-Bahn-Netz jetzt keine neue Strecke. Bei den Stadtbahnen haben die SSB bereits im September die U 12 LöwentorHallschlag in Betrieb genommen, weshalb der Fahrplanwechsel vorgezogen wurde. Seitdem fährt die U 15 auf veränderter Strecke.

Kreis Göppingen: Bei der S-Bahn gibt es zum 1. Januar eine Änderung: Gut 35 Jahre nach Gründung des VVS wird der Kreis Göppingen als letzter Kreis der Region Stuttgart Teil des Verbunds. Fahrgäste können ab 2014 mit VVS-Tickets in Regionalzügen über Göppingen bis nach Geislingen fahren. In den Bussen im Kreis gelten allerdings lediglich die VVS-Netz-Tagestickets.

VVS-Neuland: Der VVS-Tarif gilt vom 1. ­Januar über Plüderhausen (Rems-Murr-Kreis) hinaus auch in Waldhausen und Lorch im Ostalbkreis. Seit September gilt er zudem in Heimsheim und Tiefenbronn-Lehningen im Enzkreis.

Neu ab 15. Dezember: die Nachtbuslinie N 80 vom Endpunkt der S 1 in Herrenberg nach Tübingen; die N 92 von Filderstadt-Bernhausen fährt nicht mehr nach Altdorf, sondern endet schon in Neckartailfingen; ein Buskonzept rund um den Neubau der Rems-Murr-Klinik in Winnenden; die Wieslauftalbahn Schorndorf–Rudersberg fährt samstags künftig den ganzen Tag über. Dazu kommen Änderungen der Fahrpläne von rund 200 Buslinien in der Region Stuttgart.

www.vvs.de

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