Der Stuttgarter Paketbote hat sich sichtlich Mühe gegeben, den Ablageort zu beschreiben. Foto: privat

Zuletzt gab es immer wieder negative Meldungen über den Versanddienst Hermes. Jetzt hat ein Stuttgarter Bote bewiesen, dass es auch anders geht. Mühevoll zeichnete er den Ablageort auf die Benachrichtigungskarte.

Stuttgart - Der Versanddienst Hermes musste in den vergangenen Wochen einige Kritik einstecken. So ging zum Beispiel Ende Januar ein Video viral, in dem ein Bote aus dem Raum Köln zu sehen ist, wie er auf dem Dach seines Auto stehend, ein Paket auf den Balkon einer Wohnung wirft. Diese ungewöhnliche Paketzustellung blieb nicht folgenlos – der Mann verlor seinen Job.

Diese Woche meldete sich eine Frau aus Bayern bei der Bild-Zeitung und berichtete über einen aus ihrer Sicht unverschämten Hermes-Mitarbeiter, der auf der Benachrichtigungskarte einen wüsten Smiley hinterließ. Laut Bild.de hatte sich die Frau zuvor extra einen Tag freigenommen, um ein Paket zu empfangen – doch anstatt des Pakets, fand sie im Briefkasten nur eine Karte. „Ich dachte, ich sehe nicht richtig. Ich war die ganze Zeit zuhause, aber niemand hat geklingelt“, wird sie zitiert.

Paketbote hinterlässt Zeichnung

Dass es auch anders geht, zeigt nun ein Hermes-Bote aus Stuttgart. Der Mann hinterließ im Briefkasten eine Benachrichtigung, die ans Herz geht und einen zugleich schmunzeln lässt. Detailgenau zeichnete der Bote auf, wo er das Paket zuvor abgelegt hat – inklusive Pfeile für die bessere Orientierung. Eigentlich nicht nötig, da der betroffene Kunde gar einen Ablagevertrag mit dem Unternehmen abgeschlossen hat. Bei so viel Freundlichkeit und Leidenschaft für den Beruf, kann man bei den Grammatik-Fehlern getrost ein Auge zudrücken.

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