Impfungen sollen in Zeiten von Corona in Praxen ohne Infektionsrisiko durchgeführt werden können. Foto: dpa/Julian Stratenschulte

Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) sollen die Menschen in Deutschland trotz der Corona-Pandemie nicht auf Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen verzichten.

Berlin - Die Menschen in Deutschland sollten laut dem Robert Koch-Institut (RKI) trotz der gegenwärtigen Pandemie nicht auf Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen verzichten. Das gelte auch für die sogenannten U-Untersuchungen für Säuglinge und Kinder: Diese sollten unbedingt wahrgenommen werden, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Donnerstag in Berlin. Die Grundimmunisierung müsse zeitgerecht erfolgen. Die Abläufe in Praxen müssten so gestaltet sein, dass Impfungen ohne Infektionsrisiko durchgeführt werden.

Es gebe keine Hinweise, dass sich eine Impfung negativ auf die körpereigene Abwehr im Fall einer Corona-Infektion auswirke. Wieler betonte: „Wenn man gegen eine andere Krankheit geimpft worden ist und sich kurz darauf mit Sars-CoV-2 infizieren würde, dann kann sich das Immunsystem immer noch genauso gut mit dem Sars-CoV-2 auseinandersetzen.“

Die Ständige Impfkommission (Stiko) am RKI betont in einem aktuellen Bericht, die Pandemie „sollte keinesfalls zu zusätzlichen Impflücken führen, mit der Gefahr von Ausbrüchen impfpräventabler Erkrankungen“. Nach Stiko-Empfehlungen sollten geplante Routineimpfungen grundsätzlich nur dann verschoben werden, wenn man akut schwer erkrankt ist. Bei Auffrischimpfungen, die mit einem breiten Zeitfenster empfohlen sind, könne es demnach aber sinnvoll sein, sie erst bei einem geringeren Pandemiegeschehen durchzuführen, um den empfohlenen Kontaktbeschränkungen Rechnung zu tragen.

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