Der Arzt wurde in der Nähe von Kaiserslautern durch eine Sprengfalle getötet. Foto: dpa

Nachdem ein Arzt durch eine Sprengfalle getötet und zwei weitere Menschen verletzt wurden, haben Ermittler nun eine weitere Sprengvorrichtung entdeckt. Der ebenfalls tote Gärtner könnte noch weitere Attacken geplant haben.

Fischbach/Enkenbach-Alsenborn - Im Fall der Sprengfallen in der Pfalz mit einem Toten und zwei Verletzten ist eine weitere Sprengvorrichtung entdeckt worden.

Ermittler der Sonderkommission fanden am Mittwoch in einem Carport in Fischbach ein professionell manipuliertes Holzscheit, wie die Polizei mitteilte. Aufgrund der hohen Gefährlichkeit sei der Gegenstand noch vor Ort gesprengt worden.

Im Verdacht steht ein Landschaftsgärtner

In dem dazugehörenden Haus habe sich niemand befunden, sagte ein Sprecher der Polizei. Die Hausbesitzerin halte sich derzeit in den USA auf. Auch in diesem Fall habe zwischen der Frau und dem möglichen, bereits gestorbenen Täter „eine konfliktbelastete geschäftliche Verbindung“ bestanden.

Im Verdacht steht ein Landschaftsgärtner aus dem rheinland-pfälzischen Mehlingen. Der Mann war am Freitag tot in seinem Haus gefunden worden. Er soll im Streit einen Arzt in Enkenbach-Alsenborn mit einer Sprengfalle getötet und eine Mutter mit ihrer Tochter im benachbarten Otterberg verletzt haben.

Die Polizei wies erneut darauf hin, dass der Gestorbene vor seinem Tod gezielt Vorbereitungen getroffen haben soll, um Menschen, mit denen er Streit hatte, schwer zu verletzen oder zu töten.

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