Kreide sieht man nicht, daher muss der Edding her: Ein Sternsinger schreibt den Segensspruch nach dem Singen über die Rathaustür. Foto: factum/Bach

Zum Auftakt der Sternsinger-Aktion in Ludwigsburg singen etwa 40 Kinder im Rathaus. Als danach der Segensspruch an die Tür angebracht werden soll, merkt man: Kreide geht nicht.

Ludwigsburg - 20 C+M+B 19 – diese Buchstaben- und Zahlenkombination wird in diesen Tagen über vielen Haustüren angebracht werden. Traditionell wird der Segensspruch „Christus mansionem benedicat“ („Christus segne dieses Haus“) jedes Jahr mit Kreide aufgetragen. Weil das aber an der weißen Tür des Ludwigsburger Rathauses niemand sehen würde, mussten die Sternsinger am Donnerstagvormittag improvisieren. Am Ende erfüllte ein schwarzer Filzstift die ehrenvolle Aufgabe.

Ein Teil der Spenden kommt behinderten Kindern in Peru zugute

Das Anbringen des Segensspruches am Rathaus ist jedes Jahr Teil der Sternsingeraktion der katholischen Kirche. An diesem Donnerstag sangen knapp 40 Kinder aus allen fünf Teilgemeinden der katholischen Gesamtkirchengemeinde Ludwigsburg im Alter von sieben bis 15 Jahren im Foyer des Rathauses. Für den Bürgermeister Michael Ilk ist es jedes Jahr der „absolute Lieblingstermin“, wie er sagte, mache er doch bewusst, dass es jenseits der Lokalpolitik noch wichtige Dinge im Leben gebe.

In diesem Jahr lautet das Motto der Aktion „Wir gehören zusammen – in Peru und weltweit“. So soll ein Anteil der bei der Aktion gesammelten Spenden behinderten Kindern in dem südamerikanischen Land zugute kommen.

Seit 1959 hat die Aktion eine Milliarde Euro gesammelt

Die Sternsingeraktion ist ein Projekt des Kindermissionswerks der katholischen Kirche und nach eigenen Angaben die weltweit größte Spendenaktion von Kindern für Kinder. Seit 1959 organisiert es in Deutschland die Aktion Dreikönigssingen – im vergangenen Jahr wurde dabei die Grenze von einer Milliarde Euro Spenden insgesamt geknackt. Die Sternsinger-Kinder in Ludwigsburg sind von Donnerstag bis Sonntag in den Nachmittagsstunden unterwegs.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: