Eine Demonstrantin am Mittwochabend in Frankfurt. Unsere Bilderstrecke zeigt, was im Erfurter Landtag passiert ist. Foto: dpa/Andreas Arnold

Bereits am Mittwoch haben in mehreren Städten Tausende gegen die Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich demonstriert, der mit den Stimmen der AfD zum Ministerpräsident von Thüringen gewählt worden war.

Stuttgart - In Berlin und vielen anderen Städten habend Tausende Menschen am Mittwoch gegen die Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich zum Thüringer Ministerpräsidenten demonstriert. Ein Ende der Proteste ist nicht in Sicht, auch am Donnerstag und am Wochenende sind Kundgebungen geplant. Unter anderem soll am Donnerstagabend eine Demonstration in Stuttgart stattfinden.

Das Bündnis „Stuttgart gegen Rechts“ will sich um 17.30 Uhr vor der Landesgeschäftsstelle der FDP in der Rosensteinstraße versammeln. Zu dem Bündnis gehören unter anderem mehrere Antifa-Gruppen, die DGB Jugend, Grüne Jugend, Jusos und einige andere.

Bündnis: „Entsetzt und wütend“

„Wir sind entsetzt und wütend, wie sich die Normalisierung der AfD in den Parlamenten vollzieht“, erklärt das Bündnis. Auf die bürgerlichen und liberalen Parteien sei beim Aufhalten faschistischer Kräfte kein Verlass, kritisiert die Gruppe auf Facebook.

Das Polizeipräsidium Stuttgart bestätigte die Anmeldung der Kundgebung. Es seien 200 erwartete Teilnehmer angemeldet worden, so eine Sprecherin der Polizei.

Auch in der Hauptstadt weitere Proteste geplant

In Berlin versammelten sich am Mittwochabend viele Menschen vor der Parteizentrale der FDP zu einer spontanen Demonstration. Die Polizei spricht von über 1000 Teilnehmern. Auch in mehreren Orten Thüringens und vielen Städten wie Leipzig, Jena, Hamburg und München fanden Kundgebungen statt.

Auch in Berlin geht der Protest weiter. Am Mittwochmittag ist unter dem Titel „Einfach nur Frieden“ eine Demonstration vor der Zentrale der FDP angemeldet, teilte die Polizei mit. Allerdings seien bislang nur zwei Personen angemeldet. Eine Großdemonstration ist in der Bundeshauptstadt offenbar am Wochenende geplant, wo am Samstag ein Krisentreffen zwischen SPD und CDU stattfinden soll.

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