Das Klassik-Open-Air am Schloss Monrepos gehört zu den Höhepunkten der Schlossfestspiele. Foto: factum/Archiv

Musik, Kunst und Tanz in der Karlskaserne: Am 6. Mai hat ein von den Schlossfestspielen organisierter Familientag Premiere.

Ludwigsburg - Sergei Prokofjews „Peter und der Wolf“ mit neuer Musik und einer Geschichte, die ins Jahr 2018 passt: Die Ludwigsburger Schlossfestspiele holen dieses Musiktheater für Kinder nach Ludwigsburg. „Wir wollen, dass die Kinder nicht gleich in die übliche Routine eingeübt werden“, sagt der Intendant Thomas Wördehoff. Der modernisierte Prokofjew ist jedoch nur ein Teil eines bunten Programms, mit dem die Schlossfestspiele im Mai erstmals zu einem Familientag einladen – gemeinsam mit der Jugendmusikschule und der Kunstschule Labyrinth.

Werbung um das junge Publikum

Bei Musikkennern im Land genießen die Schlossfestspiele einen sehr guten Ruf, bei vielen Ludwigsburgern dagegen hat sich die Idee verfestigt, es gebe da nur klassische Symphonien oder schwer verdauliche Kost aus dem Repertoire der Nachkriegsmoderne zu hören. Die Intendanz will dieses Image, das viele abschrecke, loswerden. In diesem Bemühen wirbt das Festival seit 2009 auch um die Gunst von Kindern und Jugendlichen. Inzwischen gibt es Kooperationen mit vier Gymnasienim Kreis sowie günstige Tickets: Jugendliche kommen für 10 Euro in jedes Konzert.

Doch nicht einmal die subventionierten Tickets seien zum Selbstläufer geworden, meint Wördehoff: „Das war am Anfang sehr zäh.“ Was auch damit zu tun habe, dass die Schlossfestspiele ihr Publikum nicht in einer Großstadt finde, sondern in einem Kreis, zu dem auch kleine Städte und Dörfer gehörten. „Da ist oft schon die verkehrliche Anbindung ein Hindernis“, sagt der Festspielintendant. Darum werde mit dem bunten Programm am Sonntag, 6. Mai, etwas kreiert, für das sich die Anreise in Familienstärke lohne.

Tanz und Zirkusspiele

Das mit der Kunstschule Labyrinth und der Jugendmusikschule zusammengestellte Programm beginnt um 11 Uhr und geht bis 17 Uhr. Neben dem erwähnten „Peter und der Wolf“ in einer Inszenierung des Nationaltheaters Mannheim gibt es noch ein zweites Musiktheater: Es heißt „Ein Freund für Löwe Boltan“ und ist die Adaption eines Kinderbuchs von Klaus Kordon. Es spielt und musiziert das Theater Triebwerk. „Wir präsentieren Musik zum Anfassen“, sagt Christiane Schützer, die Leiterin der Jugendmusikschule Ludwigsburg. „Wir haben 3000 Schüler, die ein Instrument erlernen oder ihre Stimme ausbilden.“ Diese könne man dank der Aktion mit den Schlossfestspielen noch besser an den Konzertbesuch heranführen.

Neben Musik und Clownereien biete der Familientag auch Tanz und Bildende Kunst, sagt der Kunstschulleiter Jochen Raithel. So wird zum Beispiel der Zirkuspädagoge Till Schneidenbach Spiele in der Manege präsentieren und der Tänzer Yahi Nestor Gahe afrikanische Tänze lehren.

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