Alt (rechts) und neu: so sehen die Esslinger Marken aus. Foto: Hans Jörg Wangner

Die Stadt Esslingen ist auf den Schäferhund gekommen: Alle legalen Hunde – ob Dackel, Schnauzer oder Labradoodle – müssen künftig ein Bild eines Schäferhundes um den Hals tragen. Wir haben nachgefragt, warum das so ist.

Esslingen - Es gibt Hundefreunde und Hundehasser. Es gibt Schäferhundefreunde und Schäferhundehasser – wobei zu letzteren durchaus auch Hundefreunde zählen können. Das Image des Deutschen Schäfers ist, um es mal vorsichtig auszudrücken, etwas ambivalent. Einerlei. Ab sofort müssen alle Esslinger Hunde ein Bild ihres Artgenossen am Halsband tragen. Die Stadt hat den Anbieter der Steuermarken gewechselt, wäscht aber in puncto Illustration die Hände in Unschuld. Dafür könne die Verwaltung nichts, hieß es auf Nachfrage in der Steuerabteilung des Rathauses.

Die neuen Marken seien in der Tat billiger als die schmucken Messingexemplare (die schon Hundebesitzern aus anderen Städten positiv aufgefallen sind). Sie müssten aber auch nicht so lange halten. Denn künftig würden regelmäßig neue Steuermarken ausgegeben, ob jährlich oder zweijährlich, das sei noch nicht entschieden. Da die Stadt Einfluss auf die Farbgebung habe, könnten dank des Wechsels schwarze Schafe unter den Hundebesitzern schneller ausgemacht werden, hieß es weiter.

Dackel, Schnauzer und Labradoodle wird das herzlich egal sein. Hauptsache, der Leckerlinachschub und der Lieblingsbaum stehen. Eine ganz andere Frage ist freilich, ob sich Städte wie Rottweil oder Leonberg im Zweifel auch den Tort mit dem Schäfer antun. Oder ob sie nicht partout die eigene Rasse auf dem Blech haben wollen. Von Chihuahua (Mexiko) ganz zu schweigen – vorausgesetzt, die haben dort überhaupt eine Hundesteuer.

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