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Franz Müntefering und seine Lebensgefährtin Michelle Schumann (29) gaben sich am Samstag in Essen in der zum Weltkulturerbe zählenden Zeche Zollverein im engsten Kreis das Ja-Wort.

Essen - Der frühere SPD-Vorsitzende Franz Müntefering hat zum dritten Mal geheiratet. Der 69-Jährige und Lebensgefährtin Michelle Schumann (29) gaben sich am Samstag in Essen in der zum Weltkulturerbe zählenden Zeche Zollverein im engsten Kreis das Ja-Wort, ganz ohne Partei-Prominenz.

Beide heißen jetzt Müntefering, wie ein Hochzeitsgast bestätigte. Die Braut, SPD-Vizechefin aus der Ruhrgebietsstadt Herne, blieb ganz in weiß. Müntefering trug einen eleganten schwarzen Anzug mit silbergrauer Krawatte. Die standesamtliche Trauung mit Violinenmusik zur Untermalung bleibt die einzige Hochzeitszeremonie. Eine kirchliche Vermählung soll es nicht geben.

Das Paar hatte sich über die Partei kennengelernt. Michelle Schumann war Mitarbeiterin im Bundestagsbüro von Müntefering und macht derzeit ein Volontariat beim SPD-Organ "Vorwärts". In ihrer Heimatstadt ist sie stellvertretende SPD-Vorsitzende. Die Beziehung war im Mai bekannt geworden. Anfang Oktober zog Müntefering in die Wohnung seiner Freundin im Berliner Stadtteil Kreuzberg.

Für den gebürtigen Sauerländer Müntefering, der am 16. Januar 70 Jahre alt wird, ist es die dritte Hochzeit. Seine Ehefrau Ankepetra, mit der er seit 1995 verheiratet war, starb im Juni vergangenen Jahres an einem Krebsleiden. Der frühe Hochzeitstermin nach dem Tod seiner zweiten Frau und der große Altersunterschied von 40 Jahren hatten für Diskussionsstoff gesorgt.

Aus einer ersten geschiedenen Ehe stammen seine zwei erwachsenen Töchter. Müntefering, der Mitte November den SPD-Vorsitz an Sigmar Gabriel abgegeben hat, gehört weiter dem Bundestag als Abgeordneter an und ist Mitglied im Familien-Ausschuss.

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