Politisch umstritten: Ex-Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen Foto: dpa

Der umstrittene, frühere Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen will nicht für die CDU im Wahlkampf in Sachsen auftreten. Das ist aber ohnehin offenbar nicht mehr geplant gewesen.

Berlin - Ex-Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen zieht sich aus dem Landtagswahlkampf der sächsischen CDU zurück. Er schrieb am Sonntagabend auf Twitter: „Ich wollte meiner Partei in Sachsen helfen. Da meine Unterstützung von Ministerpräsident (Michael) Kretschmer für nicht nötig erachtet wird, ziehe ich mich schweren Herzens zurück und wünsche der CDU Sachsen zugleich aus vollem Herzen viel Erfolg!“ Zugleich freue er sich aber auf seine Wahlkampfhilfe am Donnerstag in Brandenburg.

Dem Vernehmen nach waren in Sachsen jedoch sowieso keine Auftritte mit Maaßen mehr vereinbart. In einem zweiten Tweet betonte Maaßen, dass er am Wahlsonntag an der Wahlkampfparty der Werteunion in Dresden teilnehmen werde. Die Werteunion ist ein Verein aus Mitgliedern der CDU und ihnen nahestehender Organisationen und bezeichnet sich selbst als konservativer Flügel der CDU/CSU.

Kretschmer (CDU) hatte den früheren Verfassungsschutzpräsidenten für dessen umstrittenes Verhalten in der Vergangenheit kritisiert. So habe sich die Debatte über die rechten Ausschreitungen in Chemnitz nach der tödlichen Messerattacke durch Maaßens Äußerungen verlängert, was Sachsen geschadet habe, sagte Kretschmer dem „Spiegel“. „Allein deswegen hätte ich ihn nicht eingeladen, aber wir sind ein freies Land“, fügte er mit Blick auf die Wahlkampfauftritte Maaßens, der selbst CDU-Mitglied ist, mit sächsischen CDU-Landtagskandidaten hinzu.

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