Der Schlagersänger Dieter Thomas Kuhn fuhr bei der diesjährigen KSK Music Open zum zweiten Mal den Besucherrekord ein. Weitere Fotos von den Konzerten in der Bildergalerie. Foto: 7aktuell/Andreas Friedrich

Knapp 1000 Besucher weniger als im vergangenen Jahr zählt der Veranstalter der Music Open im Schlosshof. Mögliche Gründe dafür sieht er beim Wetter – und bei einem Metal-Festival.

Ludwigsburg - Er hat es wieder geschafft: Der Schlager-Paradiesvogel Dieter Thomas Kuhn hat zum zweiten Mal in Folge bei den KSK Music Open den Besucherrekord eingefahren: Knapp 10 000 „Kuhnies“, wie sich die Fans nennen, kamen in den Hof des Residenzschlosses, um Lieder wie „Sag mir Quando, sag mir wann“ oder „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“ zu hören. Ganz ausverkauft war das Konzert allerdings im Unterschied zum vergangenen Jahr nicht.

Der Veranstalter Eventstifter ist dennoch „rundum zufrieden“ mit der diesjährigen Open-Air-Konzertreihe, wie der Geschäftsführer Michael Scholz sagt. „Wir haben es wieder geschafft, ein breites Publikum und unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen“, sagt der Eventstifter-Pressesprecher Simon Klass. Mit knapp 39 000 Besuchern bei den sechs Konzerten insgesamt konnte man den Vorjahresrekord von 40 000 Gästen aber knapp nicht knacken.

Das erste Metal-Konzert im Schlosshof ist weniger gut besucht

Nach Dieter Thomas Kuhn waren die Kassenschlager die deutsche Pop-Rock-Band Silbermond mit 8000 Besuchern sowie die Pop-Sänger Andreas Bourani und Yvonne Catterfeld mit ebenfalls 8000 Gästen. Weniger gut besucht waren die bayerischen Ska-Punk-Blasmusiker La Brass Banda mit 6000 Gästen sowie die Metalband Sabathon mit 5000 Besuchern. Bei Letzteren vermutet Klass, dass das Metal-Festival Wacken in Norddeutschland, das zur gleichen Zeit stattfand, viele Metal-Fans aus der Region angezogen haben könnte. Von Anwohnern habe es bei dem Konzert „vereinzelte Beschwerden“ wegen der Lautstärke gegeben, sagt Klass. Messungen hätten aber ergeben, dass die Grenzwerte eingehalten worden seien. Das Genre Metal oder generell Rock schließe man deswegen auch in Zukunft nicht aus.

Gut funktioniert habe das lange vorab kommunizierte neue Sicherheitskonzept mit strengeren Einlasskontrollen. So waren grundsätzlich alle Rucksäcke und Taschen verboten, die größere Maße als ein Din A 4-Blatt hatten. Wer gar keinen Rucksack dabei hatte, konnte in einer gesonderten Warteschlange schneller aufs Gelände. Längeren Wartezeiten seien die Besucher wohlwollend begegnet. „Die meisten Gäste sind erfahren und kennen die Thematik der Kontrollen“, sagt Klass.

Im kommenden Jahr soll es auch wieder Hip Hop geben

Bei den Besucherzahlen abgeschlagen ist die Nacht der Musicals: nur 2000 Zuhörer kamen zum Konzert. Das liege aber daran, dass es das einzige bestuhlte Konzert war und deswegen weniger Plätze zur Verfügung standen. Zudem sei das Wetter an dem Abend nicht gut gewesen.

Auch im kommenden Jahr soll es ein Konzert mit Sitzplätzen geben. Und auch ein Hip-Hop-Konzert hätte man gerne wieder im Schlosshof. Konkret will man beim möglichen Line-Up für 2018 bei Eventstifter noch nicht werden. Ein möglicher Hinweis könnte aber ein Satz sein, den der Schlagersänger Dieter Thomas Kuhn am Ende des Konzerts zu den Besuchern gesagt hat: „Wir sehen uns nächstes Jahr.“

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