Vorsprung durch Technik: Der spätere VW-Chef Ferdinand Piëch verhalf der Marke Audi zu einem Image als Premium-Automobil. Foto: dpa

Mit Ferdinand Piëch ist einer der letzten großen Automobilmanager verstorben. Dank großem technischen Verständnis und weitreichenden Visionen konnte er in seiner Laufbahn einige bahnbrechende Erfolge verbuchen.

Stuttgart - Der ehemalige VW-Vorstands- und Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch ist am Sonntag im Alter von 82 Jahren verstorben. Mit ihm ging einer der letzten großen Autokonzernmanager der alten Schule. Sein autoritärer Führungsstil war kein einfacher, 2003 schrieb er in seiner Biografie „Mein Harmoniebedürfnis ist begrenzt“. Der Erfolg gab dem „Automanager des Jahrhunderts“ 1999 jedoch recht.

Piëchs größte Erfolge

Der in Wien geborene Piëch wechselt 1972 in die technische Entwicklung bei Audi. Als Vorstandschef verlässt er den Autobauer zwanzig Jahre später wieder. In dieser Zeit baut Piëch die bayrische Automarke Audi zu einer Premium-Marke auf. Nach seiner Station bei Audi wechselt er zu VW und holte den Wolfsburger Autokonzern in den 90er-Jahren aus der Krise. Anfang 1993 wurde Piëch Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG und führte das Unternehmen mittels rigoroser Umplanung an die Weltspitze.

Lesen Sie hier: Porträt eines Jahrhundert-Managers

Im Zuge des wirtschaftlichen Aufstiegs des Volkswagenkonzerns forcierte er den Auf- und Ausbau von Seat und Škoda. Auch der Kauf der Nobelmarken Bentley und Bugatti Automobiles fiel in die Ära des VW-Patriarchen. Am 25. April 2015 endete seine unvergleichliche Laufbahn in der Automobilbranche mit der Niederlegung seines Amtes als Vorsitzender des VW-Aufsichtsrates.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: