Das Angebot soll eine Aufmunterung und Abwechslung in Coronazeiten sein. Foto: dpa/Patrick Seeger

Wenn die Kinder schon nicht zu den Tieren des Freiburger Zoos kommen können, dann kommen die Tiere eben zu den Kindern – zumindest per Videokonferenz. Ähnliche Angebote gibt es im Südwesten bislang nicht.

Freiburg - Die Stadt Freiburg lässt Tiere ihres Zoos Mundenhof künftig in Videokonferenzen mitwirken. Das Angebot sei gedacht als Abwechslung und Aufmunterung in Corona-Zeiten, sagte Oberbürgermeister Martin Horn (parteilos) am Donnerstag. Firmen und Privatpersonen können gegen eine Spende eine Live-Schalte zum Beispiel mit Esel, Ziege, Lama, Wasserbüffel oder Wollschwein buchen. Ein Tierpfleger schalte sich dann per Smartphone aus dem Gehege zu und machte das Tier zum Teilnehmer der Videokonferenz.

Ähnliches gebe es im Südwesten bislang nicht, sagte Horn. Es eigne sich zum Beispiel für Kindergeburtstage, Firmen-Meetings oder Liebesgrüße. Das Tier könne dabei auch als Überraschungsgast per Video zugeschaltet werden. Ob auch die Kamele in dem Zoo kameratauglich seien, werde noch geprüft. Den Anfang machte am Donnerstag Horn selbst. Für eine per Video organisierte Sitzung des Gemeinderates ließ er aus dem Mundenhof ein Wollschwein zuschalten.

Mindestens 100 Euro für eine Konferenz

„Wir wollen mit der tierischen Unterstützung für Videokonferenzen die Menschen etwas aufmuntern, Werbung für unseren Tierpark machen und ihm Einnahmen ermöglichen“, sagte er. Der Freiburger Tierpark ist, wie alle Zoos in Deutschland, wegen der Corona-Krise geschlossen und kämpft mit Einnahmeverlusten. Wer eine Konferenz mit Tier wünsche, müsse mindestens 100 Euro spenden. Das Geld gehe an den Tierpark.

„Die Live-Schalte zeigt die Tiere so, wie sie sind - mit all ihren Unwägbarkeiten und Überraschungen“, sagte der Oberbürgermeister. Dressiert oder nicht korrekt behandelt würden die Tiere für die Videos nicht. Die Tierpfleger könnten auf Wunsch in den Videos auch Informationen zu Tier und Tierpark geben.

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