Norbert Heinen, ehemaliger Chef der Württembergischen Versicherung, ist mit 64 Jahren bei einem Unfall ums Leben gekommen. Foto: Württembergische/www.andy-ridder.de

Norbert Heinen, ehemaliger Chef der Württembergischen Versicherung, ist bei einem Unfall ums Leben gekommen. Ein Betrunkener hatte den 64-Jährigen und seine Frau bei einer Fahrradtour mit dem Auto gerammt.

Stuttgart - Norbert Heinen, Vorstandsmitglied und ehemaliger Chef der Württembergischen Versicherung in Stuttgart, ist bei einem Fahrradunfall ums Leben gekommen. Das teilte das Unternehmen Wüstenrot und Württembergische am Dienstag in einem Statement mit. Der 64-Jährige sei am Montag in einer Klinik seinen Verletzungen erlegen.

Nach Angaben der Polizei war Heinen am Sonntag mit seiner Frau bei einer Fahrradtour mit Pedelecs in Troisdorf in Nordrhein-Westfalen unterwegs. Das Paar sei von einem betrunkenen 38-Jährigen in einem Audi angefahren worden, während sie an einer Ampel warteten. Der Fahrer habe die Kontrolle über den Wagen verloren und sei in den Gegenverkehr geraten. Auch die Ehefrau von Heinen verletzte sich bei dem Unfall schwer.

Fahrer flüchtet vom Unfallort

Daraufhin flüchtete der Fahrer laut Polizei, konnte aber in einem Waldstück in der Nähe festgenommen werden. Ein Test habe einen Alkoholwert von 2,2 Promille ergeben. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung im Straßenverkehr.

Heinen übernahm im Jahr 2010 den Vorstandsvorsitz der Württembergischen Versicherung und gab den Posten im vergangenen Jahr ab. Seither war er als Vorstand verantwortlich für den Bereich Leben.

In der Mitteilung des Unternehmens heißt es, die Wüstenrot-und-Württembergische-Gruppe trauere um eine „eindrucksvolle Persönlichkeit, einen Freund und einen Kollegen, der durch seine herausragende Expertise, seinen strategischen Weitblick, sein unternehmerisches Handeln und seine zugewandte, partnerschaftliche Art die Unternehmensgruppe geprägt hat“. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gruppe sei er ein „menschliches Leitbild“ gewesen.

Im Zusammenhang mit dem Unfall bitten die Ermittler des zuständigen Verkehrskommissariats Zeugen darum, sich bei der Polizei zu melden. Hinweise nimmt die Polizei in Troisdorf unter der Telefonnummer 022241/541 3221 entgegen.

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