Das 13-jährige Bonobo-Weibchen mit ihrem Jungtier. Foto: Kristina Wegener

Bonobos sind vom Aussterben bedroht. Umso größer ist daher die Freude in der Wilhelma über die Geburt eines Jungtiers – vergangene Woche erblickte ein Bonobo-Baby das Licht der Welt.

Stuttgart - Freude in der Wilhelma: Wie der Zoologisch-Botanische-Garten am Donnerstag mitteilte, gibt es bei den Bonobos Nachwuchs. Das 13-jährige Weibchen Huenda brachte in der vergangenen Woche ein Baby auf die Welt. „Huenda lief gebückt, als ob sie etwas Schweres tragen würde“, so die Wilhelma Revierleiterin Bea Jarczewski in der Pressemitteilung. „Beim zweiten Blick stellte sich heraus, dass es nur ein zierliches Neugeborenes war.“ Menschliche Hilfe brauche die Primatenart aus der Familie der Menschenaffen bei der Geburt in der Regel nicht.

Huenda zum zweiten Mal Mutter

In der Wilhelma leben nun 20 Bonobos. In der freien Wildbahn kommt die Affenart, die aufgrund von Wilderei, Lebensraumverlust und Krankheiten vom Aussterben bedroht ist, nur in den Wäldern Zentralafrikas vor. Der Zoologisch-Botanische Garten setzt sich daher für den Erhalt der Tierart ein. „Unser Augenmerk liegt darauf, dass in den Zoos eine möglichst breite Basis des Erbguts erhalten bleibt“, erklärt Dr. Marianne Holtkötter, Menschenaffen-Kuratorin der Wilhelma. „Die familiäre Linie von Huenda ist noch nicht stark vertreten, deshalb ist ihr Nachwuchs wichtig.“

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Für die 13-jährige Bonobo-Mutter ist es das zweite Jungtier. Im Jahr 2015 erblickte Sohn Makasi das Licht der Welt. Um welches Geschlecht es sich beim aktuellen Nachwuchs handelt, sei noch nicht bekannt.

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