Hubert Falkenberger bei seinem Amtsantritt vor acht Jahren Foto: Sigerist

Hubert Falkenbergers Vertrag wird nicht verlängert. Der Tourismusverein will sich neu aufstellen.

Weinstadt/Kernen - An der Spitze des Tourismusvereins Remstal-Route bahnt sich ein Wechsel an. Der Ende 2018 auslaufende Fünfjahresvertrag mit dem aktuellen Geschäftsführer Hubert Falkenberger soll nicht verlängert werden. Das hat der Vorsitzende der Remstal-Route, der Kernener Bürgermeister Stefan Altenberger, am Montag überraschend bekannt gegeben.

„Das Arbeitsverhältnis endet einvernehmlich“, heißt es in einer Pressemitteilung. Man wolle sich im Zuge der interkommunalen Gartenschau für das Jahr 2019 neu aufstellen, lautet die offizielle Begründung für diesen Schritt. Dabei stünden der Umfang und das Aufgabenfeld der Geschäftsführung sowie die zukünftige Rechtsform der bisher als Verein geführten Remstal-Route zur Diskussion.

Falkenbergers Verdienste

Der Grund für die geplante Trennung sei nicht, dass man mit der Arbeit des bisherigen Geschäftsführers grundsätzlich unzufrieden sei, sagt der Vereinsvorsitzende Altenberger auf Nachfrage. Hubert Falkenberger habe sich in seiner Tätigkeit, die er 2009 angetreten hatte, durchaus Verdienste erworben. In der Pressemitteilung werden explizit die Wanderwegs- und Radwegekonzeptionen im Remstal genannt. „In dieser oder einer ähnlichen Funktion“ könnte der 59-Jährige möglicherweise auch noch weiterbeschäftigt werden – entweder als Angestellter der Remstal-Route oder als Honorarkraft –, sagt Altenberger.

Die Geschäftsführung des heute mehr als 250 Mitglieder starken Vereins, der im Wesentlichen von 19 Kommunen entlang der Rems getragen wird, traut man ihm aber offenkundig nicht mehr zu. Falkenberger entspreche nicht mehr ganz dem künftigen Anforderungsprofil, räumt Altenberger ein. Mit dem Großereignis Gartenschau fielen der Remstal-Route nicht nur im Jahr 2019 einige neue temporäre Aufgaben zu. Die Aktionen und Aktivitäten seien nachhaltig konzipiert, betont Altenberger: „Alles, was wir da machen, soll auch Bestand haben.“ Als Stichworte nennt er unter anderem die Remstalcard und vor allem Social-Media-Aktivitäten. „Die Neuausrichtung soll umfangreich und eine ganz andere Hausnummer sein als der bisherige kleine, beschauliche Verein“, sagt Altenberger.

Neue Organisation wird teurer werden

All das freilich müsse erst noch erarbeitet, mit den Mitgliedskommunen abgestimmt und von diesen beschlossen werden. Denn eins ist auch Altenberger klar: Für die Remstal-Route der neuen Prägung werden die Kommunen tiefer in die Kasse greifen müssen. Dass man mit der Personalie schon jetzt an die Öffentlichkeit geht, sei der Fairness gegenüber Herrn Falkenberger geschuldet, sagt Altenberger: „Wir mussten ihm rechtzeitig signalisieren, dass es in dieser Funktion nicht mehr weitergehen wird.“ Die Suche nach einem Nachfolger soll im Frühjahr 2018 starten.

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