Vor Weihnachten wurden rund 200 Häftlinge aus baden-württembergischen Gefängnissen entlassen. Foto: dpa/Felix Kästle

Im Rahmen der Weihnachtsamnestie wurden in Baden-Württemberg rund 200 Häftlinge vorzeitig entlassen. Im vergangenen Jahr waren es noch etwa 100 mehr.

Stuttgart - Aus den Gefängnissen in Baden-Württemberg wurden in der ersten Novemberhälfte rund 200 Häftlinge wegen der sogenannten Weihnachtsamnestie entlassen. Im vergangenen Jahr waren das noch etwa 100 Häftlinge mehr gewesen. Der Unterschied erkläre sich mit der coronabedingt niedrigeren Belegung, teilte ein Sprecher des Justizministeriums mit.

„Gefangene, die ohnehin um Weihnachten herum frei kommen würden und in die Gesellschaft zu integrieren sind, sollen die Möglichkeit haben, vor allem eine Obdachlosigkeit über die Weihnachtsfeiertage zu vermeiden“, sagte Justizminister Guido Wolf (CDU).

Die Weihnachtsamnestie gibt es im Südwesten seit 1963. Nach Angaben des Justizministeriums waren im November rund 6650 Gefangene in den baden-württembergischen Gefängnissen, davon saßen knapp 6100 im geschlossenen Vollzug. Im Vorjahresmonat waren es bei denjenigen ohne offenen Ausgang noch rund 6500 Insassen.

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