Das Firmenlogo des Wäscheherstellers Schiesser vor dem Verwaltungsgebäude in Radolfzell am Bodensee– „Unsere Marke ist unkaputtbar“. sagt Firmenchef Rudolf Bündgen. Foto: dpa

Rudolf Bündgen, Chef des Wäscheherstellers Schiesser, zieht 14 Monate nach der Übernahme durch Delta Galil aus Israel eine positive Bilanz: Die Radolfzeller Firma wächst wieder und setzt künftig verstärkt auf eigene Läden. 2013 sind 15 Shop-Eröffnungen geplant.

Stuttgart/Radolfzell - Der Wäschehersteller Schiesser setzt immer stärker auf eigene Läden. „Durch das Sterben der Fachhändler gibt es für uns immer mehr weiße Flecken auf der Deutschlandkarte“, sagte Schiesser-Chef Rudolf Bündgen den Stuttgarter Nachrichten. Das Unternehmen investiere deshalb immer stärker in eigene Läden, die Zahl der Standorte sei inzwischen auf 76 gestiegen. Allein im laufenden Geschäftsjahr sollen insgesamt 15 Läden neu eröffnet werden, sagte Bündgen.

2013 wird mit einem Wachstum von mindestens fünf Prozent gerechnet

Der Wäschehersteller hat sich nach seiner Insolvenz 2009 erholt und wächst wieder. 2012 hat die Firma einen Umsatz von 137,6 Millionen Euro gemacht. In diesem Jahr rechnet Bündgen mit einem Wachstum von mindestens fünf Prozent. Details darf er nicht nennen. Denn seit Mai 2012 gehört die Firma zum börsennotierten israelischen Unternehmen Delta Galil. Die Firma stellt unter anderem für die Modemarken Victoria’s Secret und Hugo Boss Unterwäsche her. Umso größer war die Hoffnung bei Branchenkennern, dass Schiesser unter Delta Galil hipper wird und sexy.

„Unsere Strategie ist, Wäsche für die ganze Familie anzubieten“, sagt Schiesser-Chef Rudolf Bündgen. Foto: agu

In der Schiesser-Gruppe arbeiten rund 1800 Menschen. 350 von ihnen sind in Radolfzell beschäftigt. „Sie sind wieder stolz auf ihre Marke“, sagt Bündgen, der dem Prinzip, nach oben zu steigen, übrigens nicht nur im Hochregallager nachkommt. In seiner Freizeit ist er gerne draußen. Beim Wandern und Radfahren. Auch bergauf.

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