Ola Källenius ist seit Mai 2019 Vorstandsvorsitzender der Daimler AG. Foto: dpa/Christoph Soeder

Ola Källenius hält große Stücke auf die Volocopter. Vor dem Testflug in Stuttgart äußerte er sich zu den Flugtaxis und ihrem Potenzial.

Stuttgart - Daimler-Chef Ola Källenius hält fliegende Taxis für eine Lösung der Verkehrsprobleme in den Metropolen. „Ich bin überzeugt, dass wir auf diese Weise das Stauproblem in den Städten auf spezifischen Strecken lösen können“, sagte der Daimler-Chef am Samstag vor einem Testflug des Volocopters in Stuttgart.

Der Volocopter war am Samstag erstmals in einer europäischen Innenstadt abgehoben. Gut vier Minuten lang drehte das elektrisch angetriebene Vehikel, das mit seinen 18 Rotoren aussieht wie eine Mischung aus Hubschrauber und Drohne, vor dem Mercedes-Museum seine Runden. Der Volocopter flog dabei ohne Passagiere. Ein Pilot steuerte das Fluggerät vom Boden aus. Der Flug war Teil eines Forschungsprojekts zur Akzeptanz von Flugtaxis. 

Daimler investiert in das Start-up

An dem Bruchsaler Start-up ist auch der Autobauer Daimler beteiligt. Perspektivisch sollen die Flugtaxis autonom - also ohne menschliches Eingreifen - fliegen. Für einen kommerziellen Betrieb von Flugtaxis fehlt aber noch die Genehmigung. Volocopter-Chef Florian Reuter rechnet damit in zwei bis drei Jahren. Flüge ohne Pilot dürften noch länger auf sich warten lassen.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hätte jedenfalls kein Problem damit umzusteigen. „Natürlich wäre das auch für mich ein optimales Gerät“, sagte er. Für den Moment sei er froh, dass Menschen solche Ideen hätten, lobte er die Gründer von Volocopter. „Nichts bewegt soviel wie attraktive Bilder für die Zukunft.“

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