VfB-Profi Holger Badstuber laboriert zurzeit an einer Zerrung. Sein Einsatz gegen Dortmund steht noch auf der Kippe. Foto: Pressefoto Baumann

VfB-Profi Holger Badstuber ist am Sonntag bei der SWR-Sendung „Sport im Dritten“ zu Gast gewesen und plauderte unter anderem über seinen Wechsel zu den Schwaben, seine Führungsansprüche, Bayern-Keeper Sven Ulreich und den Videobeweis.

Stuttgart - Momentan laboriert er an einer Zerrung, sein Einsatz gegen Dortmund steht noch auf der Kippe und trotzdem hat er in dieser Saison schon mehrfach gezeigt, wie wertvoll er für den VfB Stuttgart sein kann: Holger Badstuber.

Der ehemalige FC-Bayern-Star war am Wochenende zu Gast in der SWR-Sendung „Sport im Dritten“ und sprach unter anderem über seinen Wechsel zum VfB, seinen Anspruch als Führungsspieler, seine Meinung zum Videobeweis und seinen ehemaligen Teamkollegen, den Bayern-Keeper Sven Ulreich.

Badstuber über ...

... seine Zeit auf Schalke: „Dieser Schritt weg von München war wichtig. Nach 15 Jahren ist es nicht so einfach gewesen, in einem anderen großen Verein in Deutschland Fuß zu fassen. Es war auch wichtig für mich, gesund zu bleiben. Ich konnte dort alles absolvieren, hätte mir natürlich mehr Spiele erwartet. Das Ziel war allerdings, gesund zu bleiben und im Sommer einen neuen Schritt zu machen.“

... seinen Wechsel zum VfB Stuttgart: „Ich war lange in Gesprächen mit anderen Vereinen und dann kam der VfB, und die Verbindung stand. Wenn ich mich für einen Verein entscheide, ist es wichtig, dass das Gesamtpaket stimmt, dass ich Potenzial erkenne – und das war hier gegeben. Natürlich ist als Aufsteiger ein gewisses Risiko dabei, jedoch ist beim VfB etwas vorhanden, beziehungsweise in der Entstehung, das Potenzial hat und über Jahre wachsen kann. Deshalb habe ich mich für diesen Verein entschieden, ich konzentriere mich voll und ganz auf diese Saison. Ich freue mich riesig, kann mich gut weiterentwickeln und habe eine junge Truppe, bei der ich mich in einer neuen Rolle sehe, und zwar als Führungsspieler gemeinsam mit anderen, deshalb war der Schritt wichtig und gut.“

... seinen Anspruch als Führungsspieler: „Mich haben Spieler wie Marc van Bommel oder Basti Schweinsteiger an die Hand genommen, und haben mich geführt. Ich hab genickt, wenn die etwas gesagt haben und hab’s gemacht. Es war eine Art Erziehung, was die mit mir gemacht haben. Irgendwann haben sie verstanden: Okay, der Junge hört zu, der ist wissbegierig, der will lernen, den nehmen wir an unsere Seite. Und jetzt bin ich in dem Alter, in dem ich das auch kann. Ich versuche, den jungen Spielern die Verantwortung abzunehmen. Die sollen sich auf ihr Spiel konzentrieren. Mit 20 ist man normalerweise noch nicht für eine Führungsrolle bereit. Die Jungen sollen sich auf ihre Arbeit fokussieren, sollen wissbegierig sein und zuhören, wenn erfahrene Spieler ihnen Hilfe anbieten.“

... den Videobeweis: „Ich tue mich schwer, zu diesem Thema eine klare Aussage zu treffen. Es ist klar, dass sich der Fußball immer weiterentwickelt, dass neue Technologien ins Spiel kommen. Man darf auf der anderen Seite aber nicht vergessen, dass man nicht den Charme, die Emotionen und die Diskussionen wegnehmen darf. Davon lebt der Fußball, davon lebt der Fan. Deswegen bin ich da zwiegespalten. Natürlich ist es ein Testlauf, aber wir hatten in der Bundesliga viele Situationen – da war der Spielfluss oft weg, weil es einfach zu lange gedauert hat. Da gibt es schon noch was zu verbessern, man kann Sachen einschränken, optimieren. Ich will nicht, dass der Charme verloren geht.“

... den Ulreich-Wechsel vom VfB zu den Bayern: „Es war die richtige Entscheidung von Sven Ulreich. Bayern München ist ein Verein, der zieht, und wenn man die Chance hat, dahin zu wechseln, dann überlegt man sich das sehr gut – den Schritt hat er getan und er darf momentan spielen. Und er macht die Sache sehr gut, er wird von der Mannschaft unterstützt und zahlt das Vertrauen zurück. Es freut mich, dass er sich gut entwickelt hat.“

... seine Verletzungs-Misere in den vergangenen Jahren: „Die Verletzungen sind geballt und heftig gekommen. Es war meine Aufgabe, immer wieder an das zu glauben, wofür ich kämpfe – auf dem Fußballplatz zu stehen und Leistung zu bringen. Ich will die Zeit nicht verdrängen, die gehört zu meiner Karriere, jedoch bin ich jetzt seit einem knappen Jahr ohne Probleme, seit einem Jahr geht es stetig bergauf, ich fühle mich fit, ich fühle mich gut.“

Und auch Mario Gomez freut sich in der Sendung über die Rückkehr von Holger Badstuber. „Ich freue mich auch, dass du endlich wieder topfit bist und in der Bundesliga mitmischen kannst, dazu noch in unserem Heimatverein VfB. Und mit dir hinten drin bin ich mir ganz sicher, dass ihr das packt, dass ihr nicht absteigt. Halt den Laden dicht und gib Gas“, sagt der Wolfsburg-Stürmer in einer Videobotschaft an seinen ehemaligen Weggefährten.

VfB Stuttgart - 1. Bundesliga

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