VfB-Stürmer Timo Werner (rechts) im Duell mit dem Ex-Stuttgarter Roberto Hilbert Foto: imago

Seit mehr als zehn Jahren wartet der VfB Stuttgart in der Fußball-Bundesliga auf den nächsten Heimsieg gegen Bayer Leverkusen. Der letzte Punktgewinn liegt auch schon sechs Jahre zurück – doch war er immerhin spektakulär. Wir erinnern uns an ein Wechselbad der Gefühle unter Meistertrainer Armin Veh.

Stuttgart - Die Saison 2014/2015 beginnt schlecht für den VfB Stuttgart und seinen von Eintracht Frankfurt zurückgekehrten Meistertrainer Armin Veh: Nach sieben Spieltagen rangiert das Team um Kapitän Christian Gentner auf Tabellenplatz 16. Noch schlechter beginnt das achte Spiel, das Heimduell mit Bayer Leverkusen am 18. Oktober in der Mercedes-Benz-Arena.

Viele der gut 40 000 Zuschauer haben gerade erst Platz genommen, da führen die Gäste aus dem Rheinland bereits mit 2:0 – ein früher Doppelschlag durch den Südkoreaner Heung-Min Son (4./9.), der den VfB-Keeper Thorsten Kirschbaum ganz alt aussehen lässt. Noch vor der Pause erhöht Bayer durch Karim Bellarabi, der mühelos vier Stuttgarter umkurvt, auf 3:0 (42.) – ein Ergebnis mit dem die völlig indisponierten Gastgeber noch gut bedient sind. „Wir hätten zur Pause auch 0:5 oder 0:6 hintenliegen können“, sagt Armin Veh hinterher, „was wir in der ersten Hälfte geboten haben, war nicht bundesligatauglich.“

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Ein Debakel scheint sich zunächst auch nach der Pause anzubahnen, da der VfB auch zu Beginn der zweiten Hälfte nicht den Eindruck erweckt, so etwas wie Bundesliga-Niveau zu besitzen. Fast aus dem Nichts köpft Jungstürmer Timo Werner dann das 1:3 (57.) – und gibt das Signal zur Aufholjagd. Florian Klein verkürzt (67.), Martin Harnik (76.) gleicht aus – das Stadion wird zum Tollhaus. Der ehemalige VfB- und jetzige Bayer-Keeper Bernd Leno ist es, der in der Nachspielzeit mit zwei Glanzparaden gegen Harnik wenigstens einen Punkt für sein Team festhält.

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„Wir haben Moral gezeigt, das wird uns Auftrieb für die nächsten Wochen geben“, sagt Armin Veh. Ein Irrtum, wie sich bald herausstellt. Die nächsten Heimspiele gegen den VfL Wolfsburg (0:4) und den FC Augsburg (o:1) gehen verloren – und der Trainer wirft frustriert hin und verabschiedet sich wieder.

In unserer Bildergalerie sehen Sie die entscheidenden Szenen vom 3:3 gegen Bayer Leverkusen. Viel Spaß beim Durchklicken!

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