Dem Kapitän Shaban Ismaili (vorne) droht das vorzeitige Hinrunden-Aus. Foto: Günter Bergmann

Gegen Neckarrems fallen wohl zwei weitere Leistungsträger aus

Echterdingen - Hatte da jemand behauptet, 28 Mann seien zu viel? Das bringe Unzufriedene zuhauf, Frustpotenzial, internen Stress? Aktuell hat der Trainer Francesco Di Frisco nun tatsächlich Stress – allerdings nicht wegen der vermeintlich ausufernden Größe seines 28-Spieler-Kaders, sondern weil ihm selbst in diesem das Personal ausgeht. Ein Verein funkt SOS. Vor der Heimpartie am Sonntag gegen den VfB Neckarrems hatte der Verbandsligist Calcio Leinfelden-Echterdingen in dieser Woche lediglich noch 14 gesunde Spieler. 14 von 28. „Das ist eine Herausforderung, die mir Kopfschmerzen bereitet“, sagt Di Frisco.

Weiter zugespitzt hat sich die Situation vor allem durch die Verletzungen des Torjägers Sascha Häcker (Zerrung) und des Kapitäns Shaban Ismaili. Letzterer hat wie berichtet beim 1:0-Sieg am vergangenen Spieltag in Wangen kurz vor Schluss ausgewechselt werden müssen. Die Echterdinger Befürchtung: ein Leistenbruch. Eine MRT-Untersuchung steht noch aus. In jedem Fall droht Ismaili das vorzeitige Hinrunden-Aus – so wie bei Ugur Capar bereits geschehen. Jener, ebenso Leistungsträger, soll dieser Tage an der gebrochenen Hand operiert werden. Darüber hinaus stehen Panagiotis Karastergios, Athanasios Raptis (beide krank), Roberto Forzano (Prellung) und der Ersatzkeeper Melvin Tullo (Knieprobleme) neu auf der Ausfallliste. Unter den bislang schon fehlenden Sorgenkindern gibt es derweil immerhin in zwei Fällen Hoffnung: Valentino Stepcic und Carmelo Quartuccio könnten ins Aufgebot zurückkehren.

Erneute Chance zum Sprung

So oder so wird es aber eng – und ahnt Di Frisco: „Wir haben ein schweres Spiel vor uns.“ Eines, in dem sich Calcio zum wiederholten Mal die Chance zum Absprung ins obere Tabellendrittel bietet. Bisher haben die Echterdinger solche Möglichkeiten in für sie ärgerlicher Regelmäßigkeit liegen gelassen. Und dieses Mal? Im Gegner, dem Dreizehnten Neckarrems, sieht Di Frisco „eine Wundertüte“ – „mit einer Reihe sehr interessanter Spieler“. Zum Beispiel die Torjäger Carmine Pescione und Nesreddine Kenniche. Kenniche stand auch schon einmal auf der Echterdinger Kandidatenliste, wechselte vor eineinhalb Jahren dann aber zu seinem jetzigen Verein.

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