Fröhliche Runde: OB Fritz Kuhn (Mitte re.) begrüßt seine Gäste, darunter Ministerin Susanne Eisenmann und Alt-OB Wolfgang Schuster (ganz re.). Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Jedes Jahr trifft sich die Riege der amtierenden und früheren Bürgermeister auf dem Weindorf. OB Fritz Kuhn setzt die Tradition fort.

Stuttgart - Die Sorge von Rolf Lehmann ist unbegründet: „Ich kenn’ ja koine mehr“, fürchtet der ehemalige Wirtschaftsbürgermeister (82), als er in der Laube „Zur Linde“ eintrudelt. Aber wenn der Oberbürgermeister, wie es Tradition ist, die Bürgermeister, ehemalige und amtierende, zum Mittagessen aufs Weindorf einlädt, kommen sie alle, auch wenn ihre Amtszeit im Stuttgarter Rathaus wie bei Rolf Lehmann (1985 – 1992) schon ziemlich lange her ist. Man kennt sich, erkennt sich, freut sich übers Wiedersehen und erkundigt sich nach dem werten Befinden: „Wie goht’s? Danke, s’goht.“

Was wählt man?

„Wie schnell die Zeit vergeht“, stellt Gastgeber Fritz Kuhn angesichts der fröhlichen Runde in der Trautwein-Laube fest. Und spricht damit den Ex-Bürgermeistern wie Gerhard Lang, Jürgen Beck, Dieter Blessing und Hartwig Beiche (Technisches Referat) aus der Seele. Dafür, dass die Verbindung zum Rathaus nicht ganz abreiße und die Ruheständler wissen, wer heute ihr Geschäft macht, sei dieser Weindorf-Treff eine ideale Gelegenheit. Die aktuelle Riege vertreten Erster Bürgermeister Fabian Mayer, Thomas Fuhrmann (Finanzen), Isabel Fezer (Schule), Peter Pätzold (Städtebau), ganz neu, Alexandra Sußmann (Soziales) und Stadtdirektorin Andrea Klett-Eininger.

Wichtigste Frage: Was wählt man aus der Speisekarte? Jürgen Beck empfiehlt die Kalbskutteln. „Die esse ich“, beschließt Isabel Fezer. Kuhn muss allerdings noch um ein bisschen Geduld bei der Bestellung bitten: „Wir warten noch auf zwei Gäste. Und das kann dauern.“ Mit der akademischen Viertelstunden-Verspätung trudeln sie dann doch ein: Susanne Eisenmann, frühe Schulbürgermeisterin und jetzt Ministerin fürs gleiche Ressort. Und Alt OB und Kuhn-Vorgänger Wolfgang Schuster. „So viel hat sich ja doch nicht geändert“, kann Rolf Lehmann zufrieden feststellen.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: