Dass Füchse sich in die Nähe von Siedlungen wagen, ist im Winter nicht allzu ungewöhnlich. Dass sie angreifen, dagegen schon. Foto: dpa-Zentralbild

In Fellbach wird ein Fuchs gesichtet, der sich seltsam verhält. Als die Polizei eintrifft, greift das Tier plötzlich an – und ein Polizist zur Dienstwaffe.

Fellbach - Ein aggressiver Fuchs hat am Donnerstag in Fellbach (Rems-Murr-Kreis) einen Polizisten angegriffen. Gegen 13 Uhr hatten Passanten beobachtet, wie der Fuchs auf einem Bürgersteig in der Theodor-Heuss-Straße lief. „Dass sich Tiere im Winter manchmal in bewohnte Gebiete wagen, ist nicht ungewöhnlich. Aber das Verhalten und die Bewegungen dieses Fuchses ließen auf ein krankes Tier schließen“, sagt ein Polizeisprecher.

Hatte der Fuchs Tollwut? Das soll eine Untersuchung zeigen

Eine Streife folgten dem Fuchs in einen Garten. Dort griff er einen der Beamten an, der sich zunächst mit dem Fuß zur Wehr setzte. „Der Kollege wurde nicht verletzt, der Fuchs hat ihn nur am Schuh erwischt“, so der Polizeisprecher. Um weitere Angriffe des Tieres abzuwehren, zog der Polizist seine Dienstwaffe und schoss. Dabei verletzte er den Fuchs am Bein. Ein Jagdpächter setzte dem Leiden des Tiers schließlich ein Ende. Wie viel Zeit zwischen den beiden Schüssen verging, kann ein Polizeisprecher nicht sagen. „Der Jagdpächter wurde parallel zu den Polizisten verständigt“, betont er. Jetzt soll eine Untersuchung beim Veterinäramt klären, ob und woran der Fuchs erkrankt war.

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