Falke (Wotan Wilke Möhring, Mitte) und Grosz (Franziska Weisz) befragen einen schwer kranken Bordell-König. Foto: NDR/Christine Schroeder

In der neuen „Tatort“-Folge „Die goldene Zeit“ bekommen es Falke und Grosz in Hamburg mit alten Kiez-Größen zu tun. Und mit neuen Kräften im Bordellgeschäft.

Stuttgart - Vom ehemaligen Bordell-Türsteher Lübke (Michael Thomas) kräftig durchgerüttelt, stammelt der eingeschüchterte Jugendliche Matei (Bogdan Iancu) seine Motivation heraus: „TV for Tata“. Die Motivation für einen Mord nämlich: Frisch aus Rumänien angereist, hat Matei in Hamburg mit dem Messer einen Auftragsmord ausgeführt. Zweitausend Euro hat er bekommen, mit denen er einen Fernsehapparat als Geschenk für seinen Vater kaufen wollte. Damit der ihm welchen Streit auch immer nachsieht und ihn wieder in Gnaden aufnimmt.

Der Drehbuchautor Georg Lippert („Böser Boden“) und die Regisseurin Mia Spengler („How to sell Drugs online(fast)“) greifen ein altes Rotlicht-Motiv auf: Das Lamentieren älterer Krimineller, zu ihren Zeiten habe es noch Regeln und Grenzen gegeben, nun sei alles dank junger Bestien Chaos und Brutalität. Man kann einen Film lang rätseln, ob die „Tatort“-Macher das nun glauben oder in Frage stellen.

Ausstrahlung: Sonntag, 9. Februar 2020, 20.15 Uhr

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