Die Ermittler: Max Ballauf (Klaus J. Behrendt, re.), Freddy Schenk (Dietmar Bär, mi.) und ihr Assistent Norbert Jütte (Roland Riebeling, li.) im Polizeipräsidium. Foto: WDR Kommunikation/Redaktion Bild

In „Kein Mitleid, keine Gnade“, der jüngsten „Tatort“-Episode aus Köln, gehen die Kommissare Max Ballauf und Freddy Schenk dem gewaltsamen Tod eines Schülers auf den Grund. War das Anschauen einen Sonntagabend wert? Unser Schnellcheck.

Stuttgart - Was taugte „Kein Mitleid, keine Gnade“? Die neue „Tatort“-Episode mit den Kommissaren Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) aus Köln und einem toten Schüler im Schnellcheck.

Die Handlung in zwei Sätzen Der Schüler Jan Sattler liegt nackt und totgeschlagen im Wald. Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) gehen auf Tätersuche, obwohl Schenk eigentlich Geburtstag feiern sollte.

Zahl der Leichen drei (mutmaßlich).

Guten Morgen! „Nicht erschrecken“, sagt Freddy Schenk und hält der Lehrerin unvermittelt ein Foto des totgeschlagenen Jan Sattler unter die Nase.

Lebensrealitäten „Warum sagst du nicht dass meine Mutter hier ist?“, ärgert sich Nadine zu Hause bei ihrem Freund Lennart. Er: „Weiß ich, wann die Putze kommt?“.

Einfach so Dramaturgische Absicht oder Stümperei? Wahnsinn, wie beiläufig der Vater sich selbst, seinen schwulen Sohn Farid und das Auto gegen die Wand und dabei alle Beteiligten kaputt fährt – ohne dass danach nur ein Wort über die eindringlichste Szene dieser Episode verloren wird. Es passiert einfach.

Irgendwie süß „Diese Welt ist nicht für uns gemacht“, sagt Ballauf. „Wir sind für sie gemacht“. Schenk nickt: „Reinpassen muss man.“

Apropos Max Ballauf schießt sich langsam aus dem operativen Geschäft, läuft nur noch wie so ein behäbiger Stichwortgeber durchs Geschehen.

Unser Fazit Viel verschenkt und trotzdem wenig angeboten.

Spannung Note 4; Logik Note 3

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