Heiter-hintersinnig: Sabine Christmanns Werke in der Galerie Andreas Henn Foto: Sabine Christmann

18 Stuttgarter Privatgalerien laden zum „Art Alarm“ – und die „Stuttgarter Nachrichten“ bieten Exklusives: Am 17. September Stargalerist Gerd Harry Lybke in der Staatsgalerie, am 21. September eine „Art Alarm“-Führung.

Stuttgart - Traditionell schon startet die Landeshauptstadt mit dem Galerienwochenende „Art Alarm“ in die neue Kunstsaison. Dieses Jahr feiert der „Art Alarm“ Jubiläum. 20 Jahre gibt es nun dieses besondere Angebot.

Schulterschluss zum Kunstsaison-Start

Der Schulterschluss rückt wichtige Kunstorte außerhalb des Stadtzentrums in den Blick – die Galerie Brigitte March in Stuttgart-Weilimdorf (Solitudestraße 254) mit Werken des international bekannten Ugo Dossi. In das Zentrum von Bad Cannstatt lockt die Galerie Keim (Markstraße 31) – für den „Art Alarm“ mit besonderen Bildern von Adam Lude Döring und Claude Stockinger.

Exklusive Führung

Unsere Zeitung bietet Orien­tierung im Kunstparcours – mit einer exklusiven „Art Alarm“-Führung für 75 Leserinnen und ­Leser am Samstag, 21. September. Start ist um 10.30 Uhr in den Räumen der Galerie Thomas Fuchs (Reinsburgstraße 68). Zu er­leben ist dort eine Schau mit neuen Werken des Malers Ruprecht von Kaufmann. Weiter geht es zur Galerie von Braunbehrens ­(Rotebühlstraße 87). Von dort aus bringt uns ein Bus zu weiteren Stationen unserer „Art Alarm“-Tour. Diese sind: Galerie Andreas Henn, Galerie Schlichtenmaier, Galerie ­Mario Strzelski sowie im Galerienhaus Stuttgart die Galerien Schacher – Raum für Kunst und Hartmann Projects.

„Judy“ Lybke bei „Über Kunst“

Unsere Zeitung stimmt bereits am Dienstag, 17. September, auf den „Art Alarm“ ein. ­Welche Rolle kann eine Privatgalerie im nationalen und internationalen Kunstmarkt heute spielen? Wie verändert die Globalisierung auch des Kunst­betriebs die Galeriearbeit? Und welche ­Bedeutung haben Begriffe wie Haltung und Identität?

Auf diese und andere Fragen antwortet der international bekannte Galerist Gerd Harry „Judy“ Lybke als Gast der Gesprächsreihe „Über Kunst“ unserer Zeitung in der Staatsgalerie Stuttgart. Beginn ist um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Mit Lybke verbindet sich der Aufstieg der Neuen Leipziger Schule um den Maler Neo Rauch, aber auch das Engagement für ­Carsten Nicolai oder die an der Stuttgarter Kunstakademie lehrende Birgit Brenner, die für ihre in andere Kunstsparten ausgreifenden Arbeiten bekannt sind.

„Art Alarm“-Gegenwelten

Der „Art Alarm“ verbindet das interessierte Publikum, Sammler, Künstler und Galeristen. Auch in diesem Jahr sind die Türen von 18 Privatgalerien am Samstag, 21. September (11–21 Uhr), und Sonntag, 22. September (11–18 Uhr), weit geöffnet, am Freitag, 20. September, erwarten einige Galerien Fragen von Schülerinnen und Schülern.

Das „Art Alarm“-Alphabet beginnt mit der Galerie Abt Art in Stuttgart-Möhringen (Rembrandtstraße 18). „Wider und Welt“ heißt die Schau mit Werken der Malerin Isa Dahl und des Plastikers Daniel Wagenblast. Gegenwelten bleibt der „Art Alarm“ treu: So kann man in der Galerie von Braunbehrens (Rotebühlstraße 87) „Vorbilder für zukünftige Lebewesen“ entdecken. Der ­Düsseldorfer Aljoscha ­erarbeitet Installationen, die an biologische Urformen erinnern.

Malerei dominiert

Ein schöner Titel: „19 qm Wohlgefühl“. Bei Dengler und Dengler (Rosenbergstraße 102A) begegnen sich Bilder von Hendrik ­Voerkel und Volker Kaufmann. Überhaupt zeigt sich die Malerei zum „Art Alarm“-Jubiläum sehr vielfältig – eindringlich gegensätzlich in den neuen Bildern von Ruprecht von Kaufmann in der Galerie Thomas Fuchs (Reinsburgstraße 68) und des in Berlin lebenden Stuttgarters Frank Ahlgrimm in der Galerie Reinhard Hauff (Paulinenstraße 47).

Die Spur der Verwandlung zieht sich durch das Malerei-Panorama – bis hin etwa zu Sabine Christmanns zu tänzelnden Figurinen mutierenden Einkaufstüten in der ­Galerie Andreas Henn (Wilhelmsplatz 11) und den kühlen Dingwesen von Eckart Hahn in der Galerie Schlichtenmaier (Kleiner Schlossplatz). Malerei beschließt auch das „Art Alarm“-Alphabet – die Galerie Z (Rosenbergstraße 104) entführt mit der Schau „Von Cowboys und anderen großen Tieren“ und Bildern etwa von Heike Feddern gekonnt in die Weite der Ironie.

Kunst mit Fotografie

Neu im „Art Alarm“-Reigen ist die Fotokunstbühne Hartmann Projects im Galerienhaus Stuttgart (Breitscheidstraße 48). Angelika und Markus Hartmann zeigen mit „No Buddha in Suburbia“ eine Mumbai-Studie des international hoch dekorierten Fotografen Peter Bialobrzeski.

Was steckt in gebrauchten Speicherkarten? Felix Gärtner und Romano Dudaš zeigen es bei Kernweine (Cottastraße 4–6). Nicht fehlen darf im Foto-Reigen Ute Noll mit ihrem Uno Art Space (Liststraße 27) und den Meeresbildern des Stuttgarter Fotografen Frank Paul Kistner. Zur Eröffnung am Donnerstag, 19. September, um 19 Uhr sprcicht Adrienne Braun, Kunstkritikerin der „Stuttgarter Zeitung“ und der „Stuttgarter Nachrichten.

Dies alles und noch mehr bietet der „Art Alarm“ in Stuttgart – natürlich auch einen eigenen Netzauftritt: www. art-alarm.de.

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