Vielerorts in den Alpen lockert sich mit dem Klimawandel Gestein, weil die gefrorenen Gesteinsschichten antauen oder weil eindringendes Wasser Druck in Felsspalten erzeugt. (Symbolbild) Foto: dpa/Anthony Anex

Eine wichtige Verkehrsachse der Zentralschweiz ist nach dem Absturz von mehreren Tausend Kubikmetern Gestein gesperrt worden. Weitere Steinschläge und Murgänge seien bei der aktuellen Wetterlage nicht auszuschließen.

Bern - Nach dem Absturz von mehreren Tausend Kubikmetern Gestein ist eine wichtige Verkehrsachse in der Zentralschweiz gesperrt worden. Weitere Steinschläge und Murgänge seien bei der aktuellen Wetterlage nicht auszuschließen, deshalb sei die Axenstraße am östlichen Ende des Vierwaldstättersees bis auf Weiteres nicht befahrbar, teilte das Bundesamt für Straßen am Donnerstag in Bern mit.

Der Murgang war am Mittwochabend gegen 23.00 Uhr niedergegangen. Ein Überwachungssystem hatte den Vorgang registriert und die Straße automatisch gesperrt. Vielerorts in den Alpen lockert sich mit dem Klimawandel Gestein, weil die gefrorenen Gesteinsschichten antauen oder weil eindringendes Wasser Druck in Felsspalten erzeugt, die früher ganzjährig von Schnee und Eis bedeckt waren.

Die Axenstraße entlang des Seeufers war im Juli schon einmal mehrere Wochen lang gesperrt, nachdem im Gebirge Gesteinsbrocken von insgesamt etwa 1000 Tonnen Gewicht abgebrochen waren und in einer Rinne oberhalb der Fahrbahn landeten. Auf der Straße sind täglich mehr als 15 000 Autos unterwegs.

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