José Carreras enthüllte den Schriftzug in der Uniklinik Tübingen. Foto: dpa

José Carreras ist nicht nur ein Startenor. Der gebürtige Spanier setzt sich über eine Stiftung auch für die Erforschung von Leukämie ein. In der Tübinger Uniklinik wurde sein Engagement nun gewürdigt.

Tübingen - Eine Abteilung der Kinderonkologie am Uniklinikum Tübingen trägt ab sofort den Namen von Startenor José Carreras. Die Tafel mit dem Schriftzug „Knochenmark- und Stammtelltransplantationseinheit José Carreras“ enthüllte der Sänger am Dienstag persönlich und traf dabei auch einige junge Patienten, die in Tübingen behandelt werden.

Carreras war 1987 selbst an Leukämie erkrankt. Nach seiner Heilung gründete er die nach ihm benannte Stiftung, die nach eigenen Angaben die Erforschung von Leukämie sowie den Bau von Forschungs- und Behandlungszentren und die Arbeit von Selbsthilfegruppen und Elterninitiativen fördert.

In der Tübinger Klinik bekommen laut Mitteilung jedes Jahr rund 50 Kinder und Jugendliche eine Transplantation. Mit der Namensgebung soll die Unterstützung der Stiftung für die Forschungsarbeit gewürdigt werden. Den Angaben der Stiftung zufolge erkranken im Schnitt drei bis vier von 100.000 Kindern an Leukämie, von denen wiederum ein Teil nur per Knochenmark- oder Stammzelltransplantation behandelt werden kann. Tübinger Forscher, so die Stiftung weiter, haben für diese Patienten ein Verfahren entwickelt, mit dem auch die Eltern als Spender in Frage kommen - falls keine passenden anderen Spender gefunden werden.

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