Der Zweckverband „Stadtbahn im Landkreis Ludwigsburg“ soll möglichst bald seine Arbeit aufnehmen. Foto: factum/Simon Granville

Der Grundsatzbeschluss war schon vor rund eineinhalb Jahren gefallen: Nun hat der Kreistag die Gründung eines Zweckverbands, der die Stadtbahn planen, umsetzen und betreiben soll, beschlossen.

Kreis Ludwigsburg - Der Kreistag hat am Freitagabend die Gründung eines Zweckverbands für eine neue Stadtbahn beschlossen. Er soll die rund 215 Millionen teure Stadtbahn, die von Remseck über Ludwigsburg und Möglingen bis nach Markgröningen fahren wird, planen, bauen und am Ende auch betreiben. Landrat Dietmar Allgaier (CDU) sprach rund eineinhalb Jahre nach dem Grundsatzbeschluss, den Zweckverband zu gründen, von einem „Meilenstein“. Allgaier muss nun die Verhandlungen mit der Deutschen Bahn (DB), der die Strecke gehört, zu einem guten Ende führen.

Für Irritation – vor allem bei den Grünen – hatte kurz vor Gründung des Zweckverbands ein Antrag der Freien Wähler gesorgt, die sich dafür stark gemacht hatten, mit der DB andere Möglichkeiten für den Streckenabschnitt zwischen Ludwigsburg und Markgröningen auszuloten. Vor der Abstimmung am Freitagabend sprach sich vor allem die SPD dafür aus, gerade diesen Abschnitt möglichst schnell umzusetzen, um die Förderfähigkeit des Gesamtprojekts nicht zu gefährden.

„Zusatzwünsche, wie die Einbeziehung von W&W und die Anbindung von Bosch in Schwieberdingen, die wir ausdrücklich unterstützen, sollen in einem zweiten Bauabschnitt folgen“, heißt es in einem Schreiben der SPD-Kreistagsfraktion an den Landrat.

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