Zum Abschluss der Karriere gab es noch mal eine Bronzemedaille: Lindsey Vonn Foto: dpa

Neben Siegen und Niederlagen gibt es in der Welt des Sports auch reichlich absurdes, seltsames und lustiges. Daher kürt unsere Sportredaktion mit einem Augenzwinkern täglich die Sportsfreundin oder den Sportsfreund des Tages. Heute: Skirennläuferin Lindsey Vonn.

Vail - Die Krankenakte von Lindsey Vonn (34) füllt ganze Ordner, und sie wird auch nach dem Karriereende fortgeschrieben. Die Ski-Olympiasiegerin musste sich einem weiteren Eingriff an ihrem schwer lädierten linken Knie unterziehen. „Die Operation war ein Erfolg“, teilte die US-Amerikanerin danach per Video aus dem Krankenbett mit. Vonn sprach mit belegter Stimme und war sichtlich benommen, aber wie immer perfekt geschminkt. Mehr Schein als Sein? Von wegen! „Macht euch keine Sorgen Leute, alles ist großartig“, sagte Vonn, „meine Mutter füttert mich mit Goldfischen.“

Dann war zu sehen, wie Mutter Linda ihr Kekse in Fischform in den Mund steckt. Und zu hören, dass die Athletin angesichts der vielen Operationen, die sie hinter sich hat, etwas den Überblick zu verloren haben scheint. Was bei dem Eingriff genau gemacht worden sei, werde sie mitteilen, wenn sie „wieder gerade denken“ könne.

Vonn, mit 82 Weltcup-Siegen die erfolgreichste Skirennläuferin, hatte sich das Knie bei einem Trainingsunfall im November verletzt. Ihr finales Rennen bestritt sie am 10. Februar, in der WM-Abfahrt in Are holte sie Bronze. Es war ein glänzender Abschluss – und der Beginn einer neuen Ära. „Das Schwierigste“, meinte sie danach, „wird es sein, mich an ein anderes Leben zu gewöhnen.“

Von einer Ausnahme abgesehen: Nicht mehr ständig operiert werden zu müssen, kann Vonn sicher verschmerzen. (jok)

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