Hat ein Herz für den VfB Stuttgart: Kultusministerin Susanne Eisenmann Foto: Baumann

Die Kritik von Kultusministerin Susanne Eisenmann am Ausbildungskonzept des VfB Stuttgart hat Wellen geschlagen. Was sagt der Verein dazu?

Stuttgart - Nach der verbalen Ohrfeige von Kultusministerin Susanne Eisenmann in Richtung VfB Stuttgart steht in Kürze ein Treffen des Vorstandsvorsitzenden Thomas Hitzlsperger mit der CDU-Politikerin auf dem Programm. Dies sei aber nicht als Reaktion auf das Interview in den „Stuttgarter Nachrichten“ zu verstehen, wie ein Sprecher des Vereins erklärte. Der gemeinsame Austausch sei schon länger vereinbart gewesen. In dem Gespräch wird es auch um das Thema Sport und Bildung gehen.

Eisenmann empfiehlt den Blick nach Hoffenheim

Eisenmann hatte dem Verein zum Vorwurf gemacht, dass er seinen Nachwuchsspielern die private Kolpingschule in Fellbach empfiehlt, statt sie wie früher auf das staatliche Wirtemberg-Gymnasium in Untertürkheim zu schicken, eine sogenannte Eliteschule des Sports. Zugleich empfahl sie ihrem Herzensclub, sich einmal bei der TSG Hoffenheim umzusehen. „Das System aus Sport und Bildung imponiert mir dort sehr. Hoffenheim geht vorbildlich mit seinen Talenten um“, sagte Eisenmann. Ihre Begründung: Bei den Kraichgauern werde genauso viel Wert auf die Entwicklung der Persönlichkeit gelegt wie auf die Förderung der sportlichen Fähigkeiten.

Der Bundesligist reagierte darauf über seinen Twitteraccount mit einem Like. Der VfB betonte bei einer früheren Gelegenheit, dass jeder Nachwuchsspieler weiter die freie Schulwahl habe. Zur aktuellen Kritik der CDU-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl wollte sich der Club nicht äußern. Das Thema steht nun auf der Agenda von Hitzlsperger.

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