Skispringerinnen wie die deutsche Athletin Juliane Seyfarth können nur mit einem Bruchteil des Preisgeldes rechnen. Foto: dpa-Zentralbild

Athletinnen bekommen beim Skispringen wesentlich weniger Preisgeld ausgezahlt als ihre männlichen Kollegen. Der Deutsche Skiverband hat eine Erklärung dafür.

Seefeld - Beim kurzfristig ins WM-Programm genommenen Teamwettbewerb der Skispringerinnen erhalten die Athletinnen deutlich weniger Preisgeld als ihre männlichen Kollegen. Die Weltmeister-Mannschaft im österreichischen Seefeld bekommt lediglich rund 4400 Euro. Für die deutschen Männer dagegen gab es am Sonntag rund 31.000 Euro. Begründet wird das mit der Tradition bei Titelkämpfen. So bekommen auch die Skispringerinnen im Einzel für den Sieg nur rund 7000 Euro, die Männer rund 25.000. Das Preisgeld wird zu je 50 Prozent vom Veranstalter und dem Weltverband FIS zur Verfügung gestellt.

„Das hat damit zu tun, dass das Skispringen der Frauen eine relativ junge Sportart ist, verglichen mit dem Männerspringen“, sagte Karin Orgeldinger, Sportdirektorin des Deutschen Skiverbandes, der „Bild“ (Dienstag). Das Frauenskispringen gibt es erst seit 2009 im WM-Programm. Der Teamwettbewerb wurde erst vier Wochen vor Beginn der Titelkämpfe in Seefeld zusätzlich mit aufgenommen.

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