Bietigheims Michael Kraus findet kein Durchkommen. Foto: Pressefoto Baumann

In der Handball-Bundesliga steckt die SG BBM Bietigheim weiter im Abstiegskampf. Im Duell der Aufsteiger unterlag das Team dem Bergischen HC 21:28 – und der Trainer findet deutliche Worte.

Ludwigsburg/Bietigheim - In der vergangenen Saison trennten die SG BBM Bietigheim und den Bergischen HC gerade einmal zwei Plätze – in der zweiten Liga. Am Sonntag nach der 21:28-Niederlage waren es bei den beiden Aufsteigern in der Bundesliga schon deren zehn – und die Abstiegssorgen der Bietigheimer sind damit nicht geringer geworden. „Die Hoffnung ist dennoch da, jeder kann jeden schlagen“, sagte Michael Kraus, der nach seinem Wechsel aus Stuttgart selbst noch nicht hundertprozentig integriert ist. „Ich beschäftige mich immer noch mit den neuen Abläufen“, gab Kraus nach dem Spiel zu, in dem er drei Tore warf.

Hoffen auf Endspiel

Zu wenig für seine Ansprüche. Und für die des Trainers Jon Jonsson, der erst in der Winterpause kam: „Vorne fehlt zu viel“, sagte der Isländer angesichts der nur 21 Treffer vor 2306 Zuschauern in der Ludwigsburger MHP-Arena. „Wenn wir im Abstiegskampf eine Chance haben wollen, müssen wir anders auftreten als heute.“ Die SG geriet schnell mit 1:4 in Rückstand, nach der Pause zogen die Gäste beim 17:12 auf fünf Tore davon, doch die SG kämpfte sich immer wieder heran – auf 19:20. „Aber dann bekommen wir immer wieder das Gegentor“, monierte Kraus: „Das sorgt natürlich nicht für Selbstvertrauen.“ Da half es auch wenig, dass Fabian Gutbrod vom BHC sagte: „Das Spiel war nicht so deutlich wie es das Ergebnis ausdrückt.“

Im Abstiegskampf zählen eben nur Punkte: „Wir sind am Ende zu viel Risiko gegangen“, kritisierte Jonsson. Nachdem beim Konkurrenten VfL Gummersbach der Knoten mit dem Sieg gegen die Löwen geplatzt scheint, muss die SG in den nächsten Wochen nachlegen, um am letzten Spieltag das erhoffte Abstiegs-Finale zu haben: Bietigheim gegen VfL Gummersbach.

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