Sarah Paulson als Mildred Ratched (links), Alice Englert als Schwester Dolly Foto: Netflix/Saeed Adyani

Schwester Mildred Ratched war die Widersacherin von McMurphy im Psychiatrie-Drama „Einer flog über das Kuckucksnest“. Jetzt erzählt die Netflix-Serie „Ratched“ ihre Vorgeschichte. Lohnt sich das Streamen?

Stuttgart - Das Leben ist zu kurz, um es mit schlechten Serien zu verschwenden. Wir haben für Sie gesehen, die erste Episode der Netflix-Serie „Ratched“.

Die Story von „Ratched“ in zwei Sätzen Mildred Ratched erweckt den Eindruck, das Musterbeispiel der perfekten Krankenschwester zu sein. Dass sie den Leiter einer psychiatrischen Anstalt in Nordkalifornien dazu bringt, sie einzustellen, ist aber nur der Anfang ihres geheimen Plans, in dem auch ein psychopathischer Killer eine große Rolle spielt.

Was soll das alles? Falls Ihnen der Name Mildred Ratched bekannt vorkommt, liegen Sie richtig: So hieß die Oberschwester aus Milos Formans Psychiatriedrama „Einer flog über das Kuckucksnest“ (1975), einer Verfilmung eines Romans von Ken Kesey. Die Rolle brachte Louise Fletcher damals einen Oscar ein. Die Serie erzählt die Vorgeschichte.

Wer steckt dahinter? Ausgedacht hat sich all das wieder mal Ryan Murphy, der derzeit der produktivste Serienmacher weltweit ist. Von ihm stammen zum Beispiel auch die aktuellen Serien „American Horror Story“, „Hollywood“, „The Politician“ oder „Pose“.

Wer ist der Star? Die eigentlichen Stars der Serien von Ryan Murphy sind zwar immer der morbide Charme seiner Erzählung, die stylische Inszenierung, die opulente Ausstattung, die schrillen Kostüme, die extravaganten Kamerafahrten, doch inmitten dieser grellbunten Serienwelt ist Sarah Paulson („American Horror Story“, „Der Distelfink“, „Ocean’s Eight“) als Schwester Ratched die Königin.

Der Satz des Tages „Wenn ein Mensch einen anderen rettet, nennen wir ihn einen Helden. Wenn ein Mensch 100 Menschen rettet, nennen wir ihn Krankenschwester“ (Mildred Ratched im Bewerbungsgespräch).

Bingewatch-Faktor? Wer „American Horror Story“ mag, wird auch diese Serie lieben, überhaupt kommt einem „Ratched“ ein bisschen wie ein düsteres Ryan-Murphy-Best-of vor. Aber Achtung, es gibt einige ziemlich schockierende Szenen.

Gesamtnote 1-2

Alle acht Episoden sind von Freitag, 18. September, an bei Netflix verfügbar.

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