Die Seewaldseen verfügen über eine ausgezeichnete Wasserqualität. Das wissen Besucher zu schätzen. Foto: Factum/Andreas Weise Foto:  

Zwischen 600 und 700 Menschen waren am Sonntag an den Seewaldseen im Vaihinger Stadtteil Horrheim. Abstände wurden nicht mehr eingehalten. Nun gibt es Konsequenzen.

Vaihingen/Enz - Nicht nur der öffentliche Parkplatz der Seewaldseen war am vergangenen Wochenende komplett voll. Besucher hatten ihre Autos auch kreuz und quer auf Feldrändern und Wiesen abgestellt, um sich in einem der beiden Seen im Stadtteil Horrheim in Vaihingen an der Enz (Kreis Ludwigsburg) abzukühlen. Dadurch waren zu viele Menschen gleichzeitig vor Ort.

„Am Sonntag wurden zwischen 600 und 700 Personen gezählt, Abstände wurden nicht mehr eingehalten“, sagt Mario Steigleder, Sprecher der Stadt Vaihingen an der Enz. Um sich an die Regeln der Corona-Verordnung zu halten, könnten maximal 400 Personen parallel die beiden Badeseen nutzen. Das würde in etwa der Menge an Besuchern entsprechen, wenn der öffentliche Parkplatz belegt sei, erläutert Steigleder. Radfahrer und Fußgänger seien in dieser Schätzung mitinbegriffen.

Bisher gelangt man auch über Feldwege zu den Seen

Vertreter der Vaihinger Stadtspitze und des Ordnungsamts haben nun deshalb in einer Besprechung am Dienstag entschieden, dass sämtliche Zufahrtswege zu den Seen mit mobilen Baken oder Schranken abgesperrt werden sollen. Derzeit können Besucher auch über Feldwege zu den Seen gelangen, welche nur für den Forstbetrieb zugelassen sind. Außerdem sollen Schilder aufgestellt werden, die die Besucher darauf hinweisen, dass sie, sobald der Parkplatz voll ist, wieder gehen sollten.

Damit künftig niemand mehr wild parkt, sind an den Wochenenden verstärkt Kontrollen geplant. Mit Schikane habe all dies nichts zu tun, betont Steigleder: „Wenn etwas am See passiert, müssen Rettungskräfte durchkommen.“ Außerdem bestehe gerade bei der herrschenden Hitze erhöhte Brandgefahr, wenn ein warmes Auto auf einer trockenen Wiese parke.

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