Das Instrumentengeschäft im Eckgebäude steht bereits leer. Foto: Achim Zweygarth

An der Ecke der Cottastraße und der Tübinger Straße sollen Wohnungen und ein Ladengeschäft entstehen. Der Investor ist die Immobiliengesellschaft Dinkelacker AG. Die 46 bis 83 Quadratmeter großen Wohnungen sollen vermietet werden.

S-Süd - Die beiden neuen Wohngebäude an der Ecke von Tübinger und Cottastraße sollen sich in die historische Umgebung einfügen und Raum für Gewerbetreibende bieten. Diese Vorgaben der Stadt hat die Dinkelacker AG, das aus der gleichnamigen Brauerei hervorgegangene Immobilienunternehmen, bei ihren Planungen umgesetzt. Direkt gegenüber des Sitzes der Brauerei Dinkelacker entstehen zwei miteinander verbundene Mietshäuser. Im Untergeschoss des Eckgebäudes ist eine Ladengeschäft oder eine andere gewerbliche Nutzung geplant. In den oberen Etagen entstehen 22 Mietwohnungen, die voraussichtlich Ende 2014 von den ersten Bewohnern bezogen werden sollen.

Die Planer des beauftragten Architekturbüros Ohlf Schoch haben bei der Fassadengestaltung darauf geachtet, dass beide Hauptgebäude als solche erkennbar bleiben, und den dazwischen liegenden Treppenaufgang zurückversetzt. Zudem wird es einen Sockel geben, der gestalterisch von der übrigen Fassade abgesetzt ist. Der Entwurf des Gebäudes sei ein Prozess gewesen, bei dem die Beteiligten herausgefunden habe, was konsensfähig sei, sagt Werner Hübler, Vorstand der Dinkelacker AG. Am Ende sei die Resonanz aus Stadtverwaltung und Politik sehr positiv gewesen. Schließlich solle das neue Projekt die Tübinger Straße als Verbindung zwischen dem Marienplatz und der Stadtmitte weiter stärken.

11,50 Euro Kaltmiete für einen Quadratmeter

Das Immobilienunternehmen, dem die Grundstücke in der Tübinger und der Cottastraße gehören, baut, um zu vermieten. In der zentralen Lage setzt Dinkelacker vor allem auf Wohneinheiten in der Größe von 46 und 83 Quadratmetern. „Es wird prognostiziert, dass die Nachfrage von Kleinwohnungen steigen wird“, sagt Hüb­ler. Vermietet werden sollen die Wohnungen zu etwa 11,50 Euro je Quadratmeter.

„Wir glauben, dass der Standort durch das Projekt aufgewertet wird und das Bauvorhaben vielleicht sogar Impulse für das gesamte Quartier setzt“, sagt Werner Hüb­ler. Es gab immer wieder Bestrebungen, das Karree zwischen der Tübinger und der Hauptstätter Straße zu erneuern. Allerdings stehe jeder Investor vor der Frage, was an der viel befahrenen Hauptstätter Straße passiere. Wohnungen an der viel ruhigeren Tübinger Straße seien sicher besser vermietbar. Bislang gelang es zudem auch keinem Investoren, alle Eigentümer von einem Verkauf zu überzeugen. Das liegt vermutlich an unterschiedlichen Preisvorstellungen. Bei einem Bodenrichtwert von 1000 Euro pro Quadratmeter müssten Investoren mindestens 4000 Euro pro Quadratmeter im Verkauf erzielen, schätzt Hüb­ler. Dabei dürfen Teile des Innenhofs aber gar nicht bebaut werden.

Dinkelacker konzentriert sich deshalb auf die eigenen Projekte. Nach der Fertigstellung des Neubaus ist geplant, die Fassade des Nachbargebäudes Cottastraße 5 zu verschönern. Das Haus steht unter Denkmalschutz. Zudem will das Unternehmen in unmittelbarer Umgebung in der Chris­tophstraße alte leer stehende Büroräume in vier Wohnungen umwandeln. „Da muss man schon Geld in die Hand nehmen“, sagt Hübler. Allerdings seien ältere Büroflächen kaum mehr vermietbar, zumal in einer Lage, wo gerade mit dem Caleido und der Pauline 21 zwei Büroprojekte entstehen. Ähnliche Umwandlungen fasst Dinkelacker auch für andere Lagen ins Auge.

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