Am Eckensee wird am Freitag und Samstag wieder viel Polizei unterwegs sein. Foto: dpa/ristoph Schmidt

Zwei Wochen nach den Krawallen bleibt die Polizei bei ihrem Konzept: Sie wird mehrere Hundert Beamte im Einsatz haben, auch wenn es vergangene Woche ruhig war. Eine Neuerung ist auch geplant.

Stuttgart - Am vergangenen Wochenende ist es ruhig geblieben in der City. Die Polizei bleibt dennoch auch zwei Wochen nach den Ausschreitungen in der Stuttgarter City bei ihrer Strategie. „An den kommenden Wochenenden werden wir ähnlich stark aufgestellt sein wie am vergangenen“, sagt dazu ein Sprecher der Stuttgarter Polizei. Sprich: Um zu verhindern, dass es erneut zu Krawallen kommt, werden in den Nächten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag wieder mindestens 500 Polizistinnen und Polizisten in der Innenstadt präsent sein. Als „Ultima Ratio“ hält die Polizei außerdem Wasserwerfer bereit. Das hat der Stuttgarter Polizeipräsident Franz Lutz am Donnerstag angekündigt.

Diese waren auch am vergangenen Wochenende in der Stadt gewesen, allerdings wurden sie nicht in der City in Position gebracht. Die Bundespolizei werde an den S-Bahnhöfen der Innenstadt verstärkt kontrollieren, denn viele der Feiernden am Eckensee kommen auch aus dem Umland, sagte ein Sprecher der Bundespolizei.

Das THW unterstützt die Polizei bei ihrem Großeinsatz

Neu ist an diesem Wochenende, dass die Polizei Unterstützung vom Technischen Hilfswerk (THW) erhalten wird, dessen Helfer die dunklen Ecken des Oberen Schlossgartens und am Eckensee ausleuchten sollen. So hatten die Sicherheitskräfte auch an Silvester 2016/17 auf dem Schlossplatz zusammengearbeitet, ein Jahr nach Übergriffen auf Frauen in der Kölner Innenstadt.

In der Nacht vom 20. auf den 21. Juni war es in Stuttgart nach einer Drogenkontrolle am Eckensee zu Ausschreitungen gekommen. Es sollen mehrere hundert Personen auf die Polizei losgegangen sein, Die Leute demolierten Einsatzfahrzeuge und schlugen Schaufenster ein und plünderten Geschäfte. Die Polizei hat bislang 36 Tatverdächtige ermitteln können, 14 von ihnen sitzen in Untersuchungshaft. Gegen einen wird wegen versuchten Totschlags ermittelt.

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