Die Polizei griff wegen Böllerwürfen ein. Nun geht die Sache wohl vor Gericht. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Die Karlsruher Fans halten das Festhalten von knapp 600 Stadionbesuchern für unrechtmäßig. Sie wollen vor das Verwaltungsgericht ziehen und die Sache klären lassen.

Stuttgart - Das Landesderby VfB Stuttgart gegen Karlsruher SC am vergangenen Sonntag wird nach dem Willen der Karlsruher Fanhilfe ein Nachspiel haben: „Wir bereiten eine Sammelklage vor“, sagt deren Abteilungsleiter Martin Winter. Sie sind der Meinung, dass der Polizeieinsatz, bei dem 591 Fans vorm Stadion aufgehalten wurden, nicht rechtmäßig war. Das wollen sie nun vom Verwaltungsgericht feststellen lassen, steht auf der Internetseite der Fanhilfe zu lesen.

Böller und Baumaterial fliegen auf die Polizei

Die Polizei hatte am Sonntag 591 Stadionbesucher auf dem Weg zum Spiel aufgehalten, weil aus ihren Reihen Böller und Baumaterial auf die Beamten geworfen worden waren. Das waren zum Teil Karlsruher, die mit Bussen angereist waren. Aber es seien auch Passagiere aus den Bussen im Stadion angekommen und Fans, die mit dem Auto oder der Bahn kamen, im „Kessel“ der Polizei gelandet, sagt Martin Winter von der Fanhilfe. Damit widerspricht er der Darstellung mancher Fans, es seien alle mit den Bussen angereisten Karlsruher festgehalten worden.

Der Unmut war nicht nur bei den Karlsruher Fans groß. Auch die Stuttgarter waren sauer: Weil Teile des Gästeblocks leer blieben, sei keine richtige Derbystimmung aufgekommen.

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