Die Atmosphäre in der Mercedes-Benz-Arena, die Heimspielstätte des VfB Stuttgart, ist schon meisterlich, das Essensangebot nur mittelmäßig, findet die Tierrechtsorganisation Peta. Foto: dpa

Seit 2005 veröffentlicht die Tierrechtsorganisation Peta regelmäßig zur Fußball-Bundesliga eine Rangliste darüber, wie vegan-freundlich die deutschen Stadien sind. Für den VfB Stuttgart sieht es dieses Mal nicht gut aus.

Stuttgart - In der 2. Bundesliga hat der VfB Stuttgart meisterlich gespielt, aber bei der Tierrechtsorganisation Peta reicht es nur fürs Mittelfeld. Der Grund: Die Organisation hat für die abgelaufene Saison die vegan-freundlichsten Stadien der Fußballbundesliga gekürt – und die Mercedes-Benz-Arena ist dabei nicht seht gut weggekommen..

In dem Stadion gebe es für vegane VfB-Fans mit Langos Natur und Pommes Frites nur ein sehr übersichtliches Angebot, teilt Peta mit. Außerdem seien die zurzeit angebotenen Maultaschen nur vegetarisch und nicht vegan. Daher reichte es nur für einen fünften Platz.

„Immer mehr Vereine und Spieler setzen bei der Verpflegung mittlerweile auf pflanzliche Alternativen. Dieser Trend spiegelt sich auch in den Speisekarten der Stadien für die Fans wider. Im Hinblick auf das vegane Angebot haben viele Stadien in den letzten Jahren deutlich zugelegt“, wird René Schärling, Fachreferent für Ernährung bei Peta, in einer Pressemitteilung zitiert.

24 Vereine der 1. und 2. Bundesliga nahmen an der diesjährigen Peta-Befragung teil. Zweitligaabsteiger TSV 1860 München kann sich immerhin über den Titel des Veggie-Meisters der Zweiten Liga freuen – nach dem letzten Skandalspiel in der Relegation aber wohl nur ein schwacher Trost.

Die Kicker des FC St. Pauli haben sich laut Peta mit veganen Burgern den Fairnesssieg, eine besondere Kategorie im Ranking, in der zweiten Liga gesichert. In der 1. Bundesliga ist die Veltins-Arena von Schalke 04 neuer Titelträger. Die Schalker sind also nicht nur in den Herzen der Fans, sondern auch der Tiere Meister.

Zur Ermittlung des Peta-Rankings wurden Vereine, Caterer und Stadionbetreiber gebeten, der Tierrechtsorganisation eine Liste ihres vegetarischen und veganen Speisenangebots für Besucher zukommen zu lassen. Dabei verlasse sich Peta auf die Richtigkeit der Angaben.

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