Der neue US-Verteidigungsminister Mark Esper Foto: dpa

Stuttgart, London, Paris. So lauten die Reisestationen des neuen US-Verteidigungsministers Mark Esper. Doch in Deutschland redet er nur mit seinen Soldaten.

Stuttgart - Der neue US-Verteidigungsminister Mark Esper kommt zu Gesprächen mit den Kommandeuren der beiden US-Regionalkommandos für Europa (Eucom), General Tod Wolters, und für Afrika (Africom), General Stephen Townsend, nach Stuttgart. Zudem ist bei der eintägigen Stippvisite an diesem Donnerstag eine Zusammenkunft mit US-Soldaten und ihren Angehörigen, ein „Town Hall“-Treffen, geplant. Das teilte eine US-Militärsprecherin in Stuttgart mit.

Gespräche mit deutschen Regierungsvertretern, etwa zur Verbesserung der angespannten deutsch-amerikanischen Beziehungen, sind nach US-Militärangaben nicht geplant. Bei dem etwa 30-minütigen Treffen mit den US-Soldaten soll es um die „Lage der Familien unserer Soldaten“ gehen, sagte die US-Sprecherin weiter.

Trumps Kritik an Deutschland

Ob es bei den Gesprächen mit den US-Kommandeuren auch um einen Aufschub bei militärischen Bauprojekten in Deutschland geht, teilte das US-Militär nicht mit. Esper hatte jüngst verfügt, umgerechnet 3,2 Milliarden Euro aus dem Verteidigungshaushalt für die Errichtung neuer Barrieren an der US-Grenze mit Mexiko abzuzweigen. Die Hälfte davon kommt aus dem Topf für den Bau militärischer Infrastruktur in Übersee. US-Präsident Donald Trump kritisiert Deutschland immer wieder für die in seinen Augen zu niedrigen Verteidigungsausgaben.

Experten halten die Balance zwischen Trumps Ideen und den Wünschen der US-Kommandeure nach guten Beziehungen zu den Verbündeten für Espers Kernaufgabe.

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