Wie üblich war der Auftrieb zur Chanel-Schau am Dienstag groß. Zur Schau von Karl Lagerfeld - hier mit der Chefin der US-Vogue Anna Wintour - kamen unter anderem ... Foto: AP

Paris - Glamourös, sexy und wenig alltagstauglich hat Donatella Versace die Pariser Haute Couture-Schauen Herbst/Winter 2012/13 am Sonntagabend eröffnet. Die Italienerin zeigte als erste von 23 Modemachern ihre Entwürfe.

Dafür hatte sie den Schwimmbadbereich des Pariser Ritz-Hotels als Setting gewählt, ein Ort, an dem schon ihr 1997 gestorbener Bruder Gianni seine Kollektionen gern inszenierte. Donatellas Corsagenkleider aus hauchzarter Seide - mal lang mit fliegenden Röcken, mal minikurz - offenbarten viel Haut und eignen sich eher für tropische Partys auf Jachten als für einen Tag im Büro.

Gelungener Einstand für Raf Simons bei Dior

Der Antwerpener Designer zeigte am Montag bei den Pariser Haute-Couture-Schauen für Herbst/Winter 2012/13 seine ersten Entwürfe für das französische Traditionshaus und setzte dabei gekonnt neue Akzente. Selten war eine Schau mit so viel Spannung erwartet worden wie diese: Nach über einem Jahr ohne offiziellen Chefdesigner hatte Dior im April den von Jil Sander kommenden Simons berufen, der zwar über einen tadellosen Ruf in der Modeszene verfügt, doch über keinerlei Erfahrung mit der „Hohen Schneiderkunst“, der Couture.

Simons schaffte es, die legendären Linien Christian Diors präzise aufzunehmen und auf moderne Weise zu variieren. Architektonische Schnitte sowie klare Farbblöcke mit viel Schwarz, Blau und etwas Pink gaben den Grundton vor. Kunstvolle Stickereien in Pastellen oder Netzstrukturen in mehreren Schichten fügten die nötige Raffinesse hinzu. Neben der Gästeliste (darunter Charlène von Monaco, Donatella Versace und Sharon Stone) beeindruckte das Setting: Die leerstehenden Räume einer Stiftung waren mit über einer Million Blüten geschmückt worden.

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