Wegen illegal entsorgtem Hydrauliköl kam es zu einem Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr in Notzingen. Foto: dpa/Paul Zinken

Wegen eines starken Gasgeruchs hatten am Wochenende Bürger von Notzingen ihre Häuser verlassen müssen. Jetzt stellt sich heraus, dass der Geruch von illegal entsorgtem Hydrauliköl stammte.

Notzingen - Die Bürger rund um den Limburgweg in Notzingen (Kreis Esslingen) können im wahrsten Sinne des Wortes aufatmen: Der Verursacher des Gasgeruchs am Samstag und am Sonntag ist anscheinend gefasst und soll die Tat auch schon zugegeben haben. Ebenso ist jetzt schon bekannt, was den Geruch ausgelöst hatte: Es war Hydrauliköl gewesen, vermutlich vermischt mit Spülmitteln. Das Öl war ins Erdreich einer Baulücke zwischen zwei Häusern gekippt worden, auch hatten die Ermittler eine Wanne sichergestellt, in der sich das Öl befunden hatte.

Damit klärt sich auf, was die Bürger am Wochenende in Atem gehalten hatte. Am Samstagnachmittag gegen 16 Uhr hatten Anwohner rund um den Limburgweg im Norden von Notzingen einen starken Gasgeruch wahrgenommen. Sie alarmierten die Feuerwehr und die Polizei, die sofort anrückten und zunächst mehrere Häuser evakuierten. Die Bürger mussten etwa drei Stunden im Freien ausharren, bis sie wieder zurückkonnten.

In der Zeit hatte die Gasversorgung, die Badische Rheingas, Techniker und Ingenieure angefahren, die einen unterirdischen Gastank überprüften. Aus Sicherheitsgründen nahmen die den Gastank vom Netz. Das bedeutete rund 35 Haushalte waren in der kalten Nacht von Samstag auf Sonntag ohne Gasversorgung. Viele in dem Gebiet hatten Öl- oder Holzheizungen, manche Bewohner traf es richtig hart, sie mussten die kalte Nacht ohne Heizung und ohne Warmwasser auskommen. Zu helfen wusste sich der Wirt des Restaurants Eichert, Gerd Swinnen. Er ließ einen Flaschner kommen und Gasflaschen anschließen, damit er seinen Herd betreiben konnte.

Am Sonntagmittag gegen 11.45 Uhr war die Gasversorgung wieder hergestellt, und es konnte auch wieder geheizt werden. Am Montag rückte die Badische Rheingas erneut an, diesmal mit hochsensiblen Ortungsgeräten, aber auch da zeigte sich, dass der Flüssiggasbehälter absolut dicht geblieben gewesen war. Doch war diese Überprüfung fast schon nicht mehr notwendig gewesen, denn ein Sprecher von Rheingas berichtete ebenfalls am Montag, dass der Geruch von einer illegal entsorgten Flüssigkeit stamme, jetzt hat sich herausgestellt, dass es Hydrauliköl war. Der Notzinger Bürgermeister Sven Haumacher ist jedoch froh, dass kein weiterer Schaden entstanden ist.

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