Mit dieser Betonpumpe, die in Stuttgart verladen wurde, half Putzmeister, die Folgen der Atomkatastrophe von Fukushima einzudämmen. Foto: dpa

Seit eineinhalb Jahren gehört der Aichtaler Betonpumpen-Spezialist Putzmeister zum chinesischen Sany-Konzern. Nun tritt Norbert Scheuch, der das Unternehmen aus der Krise geführt hat, ab – neuer Chef ist der 48-jährige Gerald Karch.

Stuttgart - Der neue Chef des Aichtaler Betonmaschinenherstellers Putzmeister, Gerald Karch, sieht die Branche und sein Unternehmen derzeit in einer schwierigen konjunkturellen Lage. „Der Markt in Asien ist so schwach, dass wir das derzeit leider nicht durch andere Märkte ausgleichen können, die ebenfalls sehr sensibel sind“, sagte Karch den Stuttgarter Nachrichten. „Wir befinden uns da in einer ähnlichen Lage wie unsere Wettbewerber. Da Putzmeister aber auf eigenen Beinen steht, sind wir von der Schwäche in China nicht allzu sehr betroffen, sondern haben die Chance, Schwankungen in einzelnen Weltregionen auszugleichen“, sagte Karch, der am Montag überraschend zum neuen Chef des Unternehmens ernannt wurde.

Die konjunkturelle Lage erschwert nach Karchs Einschätzung auch die Erreichung des Umsatzziels, das der Haupteigentümer der chinesischen Muttergesellschaft Sany, Liang Wengen, ausgegebenen hatte. Demnach soll Putzmeister bis zum Jahr 2016 einen Jahresumsatz von zwei Milliarden Euro erzielen. „Das Ziel steht und wird auch stehen bleiben“, sagte Karch dem Blatt. „Angesichts der schwachen Märkte werden wir uns aber anschauen müssen, wie schnell sich der Umsatz auf dieses Niveau heben lässt.“ Es sei sicher ist, dass dafür auch Zukäufe erforderlich sein würden.

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