Der Beflaggung an Schulen steht der Lehrer-Verband eher skeptisch gegenüber. Foto: dpa/Julian Stratenschulte

Der Verband der Gymnasiallehrer hat nach dem Vorschlag der Südwest-CDU zur Beflaggung von Schulen davor gewarnt, dass der Schuss nach hinten losgeht. Sie sehen ganz andere Probleme.

Stuttgart - Der Philologenverband hat nach einem Vorstoß von CDU und Schüler Union in Baden-Württemberg zur Beflaggung von Schulen vor unfreiwilliger Komik gewarnt. „Solange es an vielen Schulen im Winter zu kalt und im Sommer zu warm ist, es durchs Dach regnet und die Bits aus dem Internet nur einzeln durch die Leitungen tröpfeln ... könnte der Schuss leicht nach hinten losgehen und die Fahnen zum realsatirischen Ausrufezeichen staatlicher Vernachlässigung der Schulen werden“, teilte der Verband der Gymnasiallehrer am Donnerstag in Stuttgart mit.

Die Südwest-CDU will beim Bundesparteitag in Leipzig (22. und 23. November) einen Antrag der Nachwuchsorganisation einbringen, nach dem vor Schulen in Deutschland dauerhaft die Deutschland-Flagge sowie die Fahnen des jeweiligen Bundeslandes und der Europäischen Union wehen sollen. Das solle das Nationalbewusstsein stärken und der Verbundenheit mit anderen Nationen der EU dienen.

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