In Bananenkisten entdeckten Aldi-Mitarbeiter eine halbe Tonne Kokain. Foto: dpa

Rund eine halbe Tonne Kokain entdecken Aldi-Mitarbeiter in Bananenkisten. Es ist wohl der größte Fund, den es in Mecklenburg-Vorpommern je gab. Die Ermittler haben bereits eine Idee, wie das Rauschgift nach Deutschland kam.

Rostock - Nach einem riesigen Fund von Kokain in Bananenkartons bei Aldi in Mecklenburg-Vorpommern hat die Polizei nach ähnlichen Fällen in anderen Bundesländern geforscht. Bis zum Donnerstagnachmittag sei aber außerhalb Mecklenburg-Vorpommerns nichts gemeldet worden, sagte ein Sprecher der Rostocker Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen hat eine Gemeinsame Ermittlungsgruppe des Landeskriminalamts (LKA) und des Zollfahndungsamts Hamburg übernommen.

Die Bananenkartons mit den Kokainpäckchen sollen per Schiff aus Lateinamerika gekommen sein. Aus ermittlungstaktischen Gründen wollte der Sprecher aber nicht sagen, über welche Häfen sie verschifft wurden. Nach Angaben des LKA handelt es sich vermutlich um die größte Menge Kokain, die je in Mecklenburg-Vorpommern gefunden wurde.

Wert bei etwa 25 Millionen Euro

Mitarbeiter des in der Nähe der Ostseeinseln Usedom und Rügen gelegenen Aldi-Logistikzentrums in Jarmen sowie sechs Rostocker Filialen der Supermarkt-Kette hatten am Mittwoch insgesamt rund eine halbe Tonne Kokain in den Kisten entdeckt. Der Wert der Drogen könnte damit bei etwa 25 Millionen Euro liegen.

Ein Unternehmenssprecher von Aldi bestätigte, dass ein Logistikzentrum und Filialen des Discounters betroffen waren. Details wollte er nicht nennen, sondern verwies ans LKA.

Kokain wird fast regelmäßig in Obstkisten und Schiffscontainern entdeckt: 87 Kilogramm in der vergangenen Woche in Supermärkten im Rhein-Main-Gebiet, eine Tonne im November 2018 in Hamburg, 120 Kilogramm im Dezember 2017 in Leverkusen. Im Februar erhob die Staatsanwaltschaft Landshut Anklage gegen acht Männer, die binnen acht Monaten rund zwei Tonnen Kokain aus Ecuador nach Deutschland geschmuggelt haben sollen.

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