In Waiblingen laufen nach einem Großbrand Aufräum- und Nachlöscharbeiten. Foto: STZN/Weingand

Zehn Stunden nach Einsatzbeginn hat die Feuerwehr im Ortsteil Hegnach noch immer zu tun. Vom Brand betroffen sind auch ein Säugling und ein hochrangiger Feuerwehrmann – die Ortsdurchfahrt bleibt bis zum Nachmittag gesperrt.

Waiblingen - Sogar zehn Stunden nach dem Einsatzbeginn hat die Feuerwehr in Waiblingen-Hegnach noch mit dem Großbrand zu tun: „Wir löschen derzeit letzte Glutnester ab“, erklärt der Einsatzleiter Jochen Wolf. Gegen 23.30 Uhr waren die Rettungskräfte wegen des Brandes zweier benachbarter Häuser alarmiert worden. „Als wir eintrafen, hatten wir schon eine sehr starke Brandausbreitung“, erklärt Wolf. Es habe in dem dicht bebauten Ortskern die Gefahr bestanden, dass der Brand auch auf weitere Gebäude übergreifen könnte. „Wir haben zu Spitzenzeiten aus sieben Rohren gelöscht und konnten dies verhindern“, sagt der Einsatzleiter.

In einem der niedergebrannten Häuser wohnte ein hochrangiger Feuerwehrmann

Die fünfköpfige Familie, die die beiden Gebäude bewohnt, konnte sich unverletzt in Sicherheit bringen. „Das ist natürlich das Wichtigste“, sagt Wolf. Von dem Brand betroffen ist nicht nur ein hochrangiges Mitglied der Hegnacher Feuerwehr, sondern auch ein Säugling. Die beiden Häuser sind von den Brand schwer beschädigt worden und bis auf Weiteres unbewohnbar – die Polizei schätzt den Schaden derzeit auf 600 000 bis 700 000 Euro. Die Betroffenen konnten laut Jochen Wolf bei Verwandten untergebracht werden.

Warum das Feuer in der Nacht auf Mittwoch ausgebrochen war und wie es sich so schnell auf das zweite Gebäude ausbreiten konnte, ist unklar. Wie immer bei solchen Fällen versucht nun die Kriminalpolizei, eine Brandursache zu finden. Die Ortsdurchfahrt wird wohl bis zum Nachmittag gesperrt bleiben. „Der Stromversorger stellt gerade eine Notstromversorgung der umliegenden Häuser her“, erklärt Jochen Wolf.

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