Hand!, rufen die Schalker Spieler Schiedsrichter Marco Fritz zu. Doch der Unparteiische sieht es anders. Hinterher räumt er ein, falsch entschieden zu haben. Foto: AP

Die ausgebliebenen Elfmeterpfiffe im Bundesligaspiel von Schalke 04 gegen Bayern München beschäftigen nun sogar die Polizei. Auch bei Fans des VfB Stuttgart sorgt das für Diskussionen.

Stuttgart - Ein wütender Schalke-Fan hat nach dem Spiel Anzeige wegen Betrugs gegen Schiedsrichter Marco Fritz (Korb) und dessen Video-Assistenten Bastian Dankert (Rostock) erstattet. Auch bei VfB-Fans stieß die Aktion auf Interesse. Ein klares Foulspiel, das sich Aues Calogero Rizzuta an VfB-Angreifer Nicolas Gonzalez leistete war am vergangenen Freitag nicht gegeben worden. Der Ärger über den nicht gegebenen Elfmeter war nur der Auftakt zu einem Wochenende, an dem der Videobeweis mal wieder in eine Hauptrolle schlüpfte.

„Es gibt eine Anzeige gegen den Schiedsrichter und den Videoschiedsrichter“, bestätigte eine Sprecherin der Polizei Gelsenkichen dem SID am Dienstag nach einem entsprechenden Tweet: „Die Polizei ist verpflichtet, der Anzeige nachzugehen.“ Der Sachverhalt werde nun „zur Prüfung an die Staatsanwaltschaft gegeben“.

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Fritz hatte den Schalkern am Samstag in zwei Szenen jeweils einen Handelfmeter verweigert. Der Video-Assistent ermutigte den Schiedsrichter in beiden Fällen nicht dazu, sich die Bilder am Spielfeldrand noch einmal selbst anzusehen. 

Ob es sich um einen Scherzbold handelt oder die Anzeige ernst gemeint ist, hat die Polizei noch nicht eruiert. „Wir sind hier auf Schalke. Im Zuge der Emotionen kann das schon mal passieren, dass da jemand wütend ist“, sagte die Sprecherin.

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