Matthias Reim: Mit elf neuen Songs in den Tourneestart im November Foto: dpa/Christof Schmidt

Elf Songs, so unterschiedlich wie das Leben – das bietet Matthias Reims neues Album „MR20“. Die „Stuttgarter Nachrichten“ holen Reim nach Stuttgart – am 29. Oktober als Gast der Reihe Treffpunkt Foyer.

Stuttgart
Der Countdown ist runtergezählt, es kann losgehen: An diesem Freitag, 25. Oktober, ist Verkaufsstart für das neue Album von Mattthias Reim.

Mit uns näher dran an Matthias Reim

Differenzierte Strukturierung, ungewohnte Leichtigkeit, aber auch bewusste Gegenkräfte innerhalb eines Songs – mit „MR20“ zeigt sich Reim betont vielfältig. Wie er sich damit fühlt? Erzählt Matthias Reim am 29. Oktober in Stuttgart – als Gast der „Stuttgarter Nachrichten“-Veranstaltungsreihe Treffpunkt Foyer in der Liederhalle Stuttgart. Mit dabei auf der Bühne des Mozartsaales: Newcomerin Julia Lindholm. Noch kann man dabei sein. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist notwendig – unter www.stn.de/foyer. -

Weit entfernt von Balladen-Süße

Das Album? „Hoffnungsschimmer, bitte täusch’ mich nicht – und führ’ mich nicht schon wieder hinters Licht“, singt Matthias Reim, und von Balladen-Süße ist „Wo ist der Mond?“ reichlich entfernt. Ein Rest Zweifel schwingt mit – ob der Boden trägt, den Matthias Reim aktuell unter den Füßen hat, und natürlich auch, ob das neue Album genug Schub für sonnige Chartsplätze geben kann. -

Überraschende Härte im Ton

„Eiskalt“, erster Titel und auch erste Single, hat es bereits geschafft – ein Lied über ein überraschendes Wiedersehen und alte Wunden. Es ist eigentlich auch Balladenstoff, doch Reim macht daraus zum Auftakt seines neuen und 20. Albums „MR 20“ eine doppelte Umkehrung: Ja, statt langsam und tränenreich geht es schnell zu, doch damit begnügt sich Reim nicht. Die Härte im Ton ist fast verletzend. In diesem Song könnte es einer schaffen, nicht in der Vergangenheit gefangen zu bleiben.

Freie Leine für den Rockmusiker Reim

Vielleicht auch, weil es sich im wahren Reim-Leben mit jetzt 61 leichter an Reim vor Reim erinnert? An den Rockmusiker mit diversen Formationen? „Deep Purple und Led Zeppelin“ heißt der zweite Song des Albums. Bloße Koketterie ist das nicht, wie der zehnte der elf neuen Titel zeigt: „Dezember“. Das Rockdrama und die immer gesuchte zeitlose Klaviermelodie sorgen für musikalischen Reim-Frühling.

Auf den Wogen der eigenen Freiheit

Die Spur Distanz bleibt, bestimmt die Wogen der eigenen Freiheit, auf denen Matthias Reim sich mit „MR20“ bewegt. Bis hin zur Zusammenarbeit mit dem Rapper Eko Fresh für „Karma“.

Auch „Großes Kino“ bleibt wunderbar leicht

Als letztes der elf neuen Reim-Lieder ist die Liebeserklärung „Großes Kino“ mit Akustikgitarre eher zurückhaltend instrumentiert. Wunderbar leicht fliegen hier die Gefühle. Ganz anders die Albumzugabe. Neu abgemischt, zeigt das 2018 mit Michelle entstandene „Nicht verdient“ musikalische Geradlinigkeit.

Zum Treffpunkt Foyer mit Gitarre

Näher dran an den Großen ihrer Branche – das ermöglicht unsere Veranstaltungsreihe Treffpunkt Foyer. Am Dienstag, 29. ­Oktober, ist Matthias Reim unser Gast in der Liederhalle Stuttgart (Mozartsaal, Beginn: 19.30 Uhr). Nicht nur um Fragen zum Musikgeschäft und zu seiner eigenen Rolle zu beantworten. „Ich bringe meine Gitarre mit“, verspricht Reim. Thema des Abends: „Schlager – Boom ohne Grenzen?“

Aus der Generation Youtube: Newcomerin Julia Lindholm

Mit Matthias Reim auf der Treffpunkt- Foyer-Bühne: Julia Lindholm. Die schwedische Newcomerin hat sich über die digitalen Kanälen etabliert. Wir fragen: Wie sieht die Generation Youtube die Veränderungen der Branche? Treffpunkt Foyer mit Matthias Reim und Julia Lindholm am 29. Oktober. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist notwendig – www.stn.de/foyer.

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